{
  "_meta": {
    "description": "Weltküche — alle 30 Gerichte gemergt aus 4 Tranchen.",
    "count": 30,
    "tranchen": {
      "A": "AT-regional (5)",
      "B": "DACH (10)",
      "C": "Europa (10)",
      "D": "Exotisch (5)"
    },
    "stand": "2026-06-07"
  },
  "tiroler-groestl": {
    "name": "Tiroler Gröstl",
    "emoji": "🥘",
    "origin": "Österreich · Tirol",
    "category": "regional-at",
    "diff": "Leicht",
    "imagePath": "assets/img/dishes/tiroler-groestl.webp",
    "tags": [
      "Hausmannskost",
      "Hochalpin",
      "Reste-Verwertung"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "majoran",
      "kartoffel",
      "speck",
      "zwiebel",
      "eier",
      "kraeuter",
      "butter",
      "kuemmel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 30,
      "steps": [
        "800 g festkochende Erdäpfel mit Schale weichkochen (etwa 20 min), kalt werden lassen, schälen, in 1 cm dicke Scheiben oder Würfel.",
        "200 g durchwachsenen Speck in eine große Pfanne geben (kein extra Fett), bei mittlerer Hitze knusprig auslassen, herausnehmen.",
        "2 mittelgroße Zwiebeln fein würfeln, im ausgelassenen Speckfett goldgelb dünsten.",
        "Die Erdäpfel zugeben, mit 1 EL Butterschmalz vermengen, 8–10 Minuten knusprig braten — nur 1–2 Mal vorsichtig wenden.",
        "Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und 1 TL Majoran würzen. Speck wieder unterheben.",
        "Pro Portion 1 Spiegelei separat braten (Eigelb soll flüssig bleiben), auf das Gröstl setzen, mit reichlich Schnittlauchröllchen bestreuen."
      ],
      "tipp": "Am besten gestrige Erdäpfel — werden knuspriger. Mit 1 TL Kümmel im Kochwasser bekommen die Erdäpfel mehr Tiroler Aroma."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 350,
      "kcal": 520,
      "protein_g": 22,
      "carbs_g": 45,
      "fat_g": 28,
      "fiber_g": 5,
      "salt_g": 2.1
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Vollwertige warme Hauptmahlzeit. Eiweiß aus Speck und Ei, langkettige Kohlenhydrate aus Erdäpfeln, Fett aus Schmalz. Diskussion: warum gehört Fett zur Bergarbeit?",
      "gw": "Maximale Regionalität — alle Hauptzutaten aus österreichischer Berg- und Talwirtschaft. Beispiel für eine ‚100-km-Mahlzeit'.",
      "bu": "Niedrigster Klima-Footprint im Spiel: < 60 g CO₂ pro Portion (zum Vergleich: Sushi-Roll bringt ~900 g).",
      "de": "Rezept als Bauanleitung lesen — Imperativ, Reihenfolge essenziell."
    },
    "fact": "Gröstl bedeutet ‚klein geschnitten und gebraten' — entstand als Resteessen aus den Erdäpfeln und dem Speck vom Vortag in den Almhütten. Mit Spiegelei wird es zum vollwertigen ‚Bauern-Gröstl'.",
    "diff_note": "einfach zu kochen, Anfänger:in-tauglich, 1 Pfanne reicht",
    "id": "tiroler-groestl"
  },
  "kaerntner-kasnudeln": {
    "name": "Kärntner Kasnudeln",
    "emoji": "🥟",
    "origin": "Österreich · Kärnten",
    "category": "regional-at",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/kaerntner-kasnudeln.webp",
    "tags": [
      "Teigtaschen",
      "Sonntagsessen",
      "Kunstfertigkeit"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "mehl",
      "eier",
      "topfen",
      "kartoffel",
      "kraeuter",
      "butter"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 90,
      "steps": [
        "Teig: 300 g glattes Mehl, 1 Ei, 1 EL Öl, ca. 130 ml lauwarmes Wasser, eine Prise Salz zu einem geschmeidigen Teig kneten. 30 min ruhen lassen.",
        "Fülle: 200 g Kartoffeln weichkochen, schälen, durch die Presse drücken. Mit 250 g Topfen, 1 EL gehackter frischer Minze (oder Bohnenkraut), 1 EL Petersilie, Salz und Pfeffer verkneten.",
        "Den Teig hauchdünn ausrollen (1–2 mm), Kreise mit 10 cm Durchmesser ausstechen.",
        "Auf jeden Kreis 1 TL Fülle setzen, zu einem Halbmond zusammenklappen, Rand fest andrücken.",
        "Den Rand mit dem ‚Krendeln' verzieren: mit Daumen und Zeigefinger eine geriffelte Wulst eindrehen — das ist die Kärntner Kunst!",
        "In siedendem Salzwasser 5–7 min ziehen lassen (nicht sprudelnd kochen!).",
        "Mit zerlassener Butter überschwemmen und sofort servieren."
      ],
      "tipp": "Das ‚Krendeln' braucht Übung — wer es nicht schafft, kann den Rand mit einer Gabel andrücken. Original aber: die geriffelte Wulst gehört dazu."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 280,
      "kcal": 420,
      "protein_g": 18,
      "carbs_g": 50,
      "fat_g": 16,
      "fiber_g": 3,
      "salt_g": 1.5
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Klassische Teigtasche — vergleichbar mit Pierogi (Polen), Maultaschen (Schwaben), Ravioli (Italien). Diskussion: ‚Gefüllte Teigtaschen' als globales Kulturphänomen.",
      "gw": "Reine Regionalküche. Minze/Bohnenkraut wuchs in jedem Bauerngarten Kärntens.",
      "bu": "Eiweißreiche Hauptmahlzeit ohne Fleisch — niedrige Klimabilanz. Topfen statt Käse spart Reifezeit und Energie.",
      "de": "‚Krendeln' — ein typisches österreichisches Handwerkswort. Welche Verben gibt es in anderen Sprachen für solche Tätigkeiten?"
    },
    "fact": "Das ‚Krendeln' (die geriffelte Naht am Rand) gilt als Erkennungszeichen einer guten Kärntner Hausfrau — wer es nicht beherrscht, hat die Nudeln früher angeblich nicht serviert. Jede Familie hat ihre eigene Füll-Variante.",
    "diff_note": "Profi-Handarbeit — das Krendeln (Naht-Riffeln) braucht echte Übung",
    "id": "kaerntner-kasnudeln"
  },
  "steirisches-wurzelfleisch": {
    "name": "Steirisches Wurzelfleisch",
    "emoji": "🍲",
    "origin": "Österreich · Steiermark",
    "category": "regional-at",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/steirisches-wurzelfleisch.webp",
    "tags": [
      "Suppenkultur",
      "Wirtshaus",
      "Wurzelgemüse"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "fleisch",
      "wurzelgemuese",
      "zwiebel",
      "kraeuter",
      "olivenoel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 150,
      "steps": [
        "1 kg Rindfleisch (Beinscheibe oder Schulter) mit 2,5 L kaltem Wasser, 1 halbierten Zwiebel (mit Schale, angeröstet), 2 Lorbeerblättern, 5 Wacholderbeeren und 1 TL Salz aufsetzen.",
        "Aufkochen, abschäumen, dann 1,5 h bei kleiner Hitze sieden lassen.",
        "Inzwischen 3 Karotten, 1 Petersilwurzel, ¼ Sellerieknolle, 1 Lauchstange in dicke Scheiben schneiden.",
        "Das Wurzelgemüse in die Suppe geben und weitere 30 min mitkochen, bis alles weich ist.",
        "Fleisch herausnehmen, in fingerdicke Scheiben schneiden, in tiefen Tellern mit dem Gemüse anrichten.",
        "Etwas Brühe darübergießen. Reichlich frisch geriebenen Kren (Meerrettich) darauf streuen — etwa 2 EL pro Portion.",
        "Mit Schnittlauchröllchen und einem Faden steirischem Kürbiskernöl beträufeln."
      ],
      "tipp": "Wer mag, reicht dazu warme Salzkartoffeln. Das Kürbiskernöl ist ein steirisches Markenzeichen — auch nur ein paar Tropfen sind essenziell."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 450,
      "kcal": 480,
      "protein_g": 38,
      "carbs_g": 12,
      "fat_g": 28,
      "fiber_g": 4,
      "salt_g": 2.4
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Hoher Eiweißgehalt (38 g), wenige Kohlenhydrate. Typisches ‚nährendes Wirtshausessen'. Diskussion: warum sind Suppen mit Fleischeinlage in Bergregionen so verbreitet?",
      "gw": "Steirisches Kürbiskernöl ist EU-geschützte Herkunftsbezeichnung (g.g.A.). Erklärung: Was bedeutet ‚geschützte geografische Angabe'?",
      "bu": "Wurzelgemüse als Wintervorrat — vor der Kühltechnik die Hauptquelle für Vitamine zwischen Oktober und April.",
      "de": "Wortfeld ‚Kren', ‚Wurzel', ‚Beinscheibe' — österreichische Küchensprache. Was heißt das auf Hochdeutsch?"
    },
    "fact": "Der ‚Kren' (Meerrettich) ist in der Steiermark seit Jahrhunderten kultiviert und bekommt im Herbst die meiste Schärfe. Das frische Reiben treibt Tränen — und gibt dem Wurzelfleisch erst seinen typischen Kick.",
    "diff_note": "kein Handwerk, aber 2,5 h schmoren — Geduld statt Technik",
    "id": "steirisches-wurzelfleisch"
  },
  "vorarlberger-kaesespaetzle": {
    "name": "Vorarlberger Käsespätzle (Käsknöpfle)",
    "emoji": "🧀",
    "origin": "Österreich · Vorarlberg",
    "category": "regional-at",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/vorarlberger-kaesespaetzle.webp",
    "tags": [
      "Alpenküche",
      "Bergkäse",
      "Sättigend"
    ],
    "ings": [
      "mehl",
      "eier",
      "mozzarella",
      "zwiebel",
      "butter",
      "muskat",
      "kraeuter"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 45,
      "steps": [
        "Teig: 400 g Spätzlemehl, 4 Eier, ca. 150 ml lauwarmes Wasser, 1 TL Salz, eine Prise Muskat zu einem zähen Teig schlagen — der Teig muss Blasen werfen.",
        "200 g Bergkäse und 100 g Räßkäse grob reiben.",
        "Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Teig portionsweise durch den Spätzlehobel ins Wasser drücken. Die Knöpfle steigen nach 30 sec an die Oberfläche — herausheben, in eine vorgewärmte Auflaufform geben.",
        "Lagenweise mit dem geriebenen Käse vermischen, bis alles aufgebraucht ist.",
        "Die Auflaufform bei 80 °C im Backrohr warm halten (oder kurz mit Alufolie abdecken).",
        "2 große Zwiebeln in feine Ringe schneiden, in 80 g Butter goldbraun-knusprig rösten — geduldig bei mittlerer Hitze.",
        "Käsknöpfle auf Tellern anrichten, mit den Röstzwiebeln krönen, mit Schnittlauch bestreuen."
      ],
      "tipp": "Der Räßkäse ist die Geheimwaffe — sein scharfer Geschmack hebt das Gericht. Wer keinen bekommt, nimmt mehr Bergkäse und etwas würzigen Bergreichard."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 380,
      "kcal": 720,
      "protein_g": 30,
      "carbs_g": 55,
      "fat_g": 42,
      "fiber_g": 3,
      "salt_g": 2.8
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Kohlenhydratreich und sehr eiweißreich — typisches Bergessen vor schwerer körperlicher Arbeit. 720 kcal pro Portion: diskutiere, wer das wirklich braucht.",
      "gw": "Vorarlberger Bergkäse hat g.U.-Status (geschützte Ursprungsbezeichnung). Warum schützt die EU regionale Lebensmittel-Namen?",
      "bu": "Kreislaufwirtschaft auf der Alm: Kühe weiden, Milch wird zu Käse, Käse hält über den Winter. Energieintensiv durch Reifezeit (Bergkäse: 6 Monate).",
      "de": "‚Käsknöpfle' (Dialekt) vs. ‚Käsespätzle' (Hochdeutsch). Welche Speisen heißen bei dir zu Hause anders als im Schulbuch?"
    },
    "fact": "Im Bregenzerwald gehört es zur Tradition, dass die Familie aus EINER großen Pfanne isst — nicht aus einzelnen Tellern. Die Käsknöpfle stehen in der Mitte des Tisches, jeder löffelt sich seinen Teil heraus.",
    "diff_note": "Spätzlehobel-Geschick + Zwiebeln geduldig rösten",
    "id": "vorarlberger-kaesespaetzle"
  },
  "wachauer-marillenknoedel": {
    "name": "Wachauer Marillenknödel",
    "emoji": "🍑",
    "origin": "Österreich · Niederösterreich (Wachau)",
    "category": "regional-at",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/wachauer-marillenknoedel.webp",
    "tags": [
      "Süßspeise",
      "Hauptspeise",
      "Saisonal",
      "Wachau"
    ],
    "ings": [
      "marille",
      "topfen",
      "kartoffel",
      "mehl",
      "hartweizen",
      "eier",
      "butter"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 60,
      "steps": [
        "8 reife Wachauer Marillen waschen, einen kleinen Schnitt machen, den Kern herausnehmen. Loch mit 1 Würfelzucker füllen.",
        "Teig: 300 g mehlige Erdäpfel weichkochen, schälen, durch die Presse drücken, abkühlen lassen. Mit 250 g Topfen, 1 Ei, 60 g griffigem Mehl, 60 g Grieß, einer Prise Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten.",
        "Den Teig in 8 Portionen teilen. Jede Portion zu einem Fladen drücken, eine Marille hineinwickeln, fest verschließen — kein Loch lassen, sonst läuft der Saft aus!",
        "In viel Salzwasser bei kleiner Hitze 12–14 min ziehen lassen — die Knödel müssen schwimmen, aber nicht sprudeln.",
        "150 g Butter in einer Pfanne zerlassen, 150 g Semmelbrösel darin goldbraun rösten.",
        "Knödel mit dem Schaumlöffel herausheben, in den Bröseln wälzen, mit reichlich Staubzucker bestreuen."
      ],
      "tipp": "Original-Wachauer sind die kleinen, sehr aromatischen Marillen mit der bauchigen Form — von Juli bis August aus der Region rund um Krems. Erkennt man am ‚Wachauer Marille' g.U.-Siegel."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 320,
      "kcal": 510,
      "protein_g": 14,
      "carbs_g": 78,
      "fat_g": 16,
      "fiber_g": 5,
      "salt_g": 0.9
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Süßspeise als Hauptmahlzeit — in Österreich Tradition (‚Mehlspeise'). Hoher Kohlenhydrat-Anteil, mittel Fett, wenig Eiweiß. Diskussion: ist ‚Süßspeise als Hauptgericht' ein typisches Mitteleuropa-Phänomen?",
      "gw": "Wachauer Marille ist g.U.-geschützt seit 1996. Anbau nur in 6 Gemeinden der Wachau erlaubt. Mikroklima im Donautal — wie funktioniert das?",
      "bu": "Steinobst (Marillen, Pfirsiche, Pflaumen) gedeiht in Mitteleuropa nur in besonderen Lagen. Die Wachau ist eine davon — geschützt durch das Donaubett, sonnenexponiert.",
      "de": "‚Marille' (AT), ‚Aprikose' (DE/CH) — gleiche Frucht, zwei Namen. Welche Wörter funktionieren nur in deiner Region?"
    },
    "fact": "Die Wachauer Marille hat ein eigenes Fest: das Marillenkirtag in Spitz an der Donau, jeden Juli. Drei Tage Marillen-Knödel, Marillenmarmelade, Marillenbrand.",
    "diff_note": "Knödel-Formen braucht Gefühl, sonst läuft die Marille beim Kochen aus",
    "id": "wachauer-marillenknoedel"
  },
  "wiener-schnitzel": {
    "name": "Wiener Schnitzel",
    "emoji": "🥩",
    "origin": "Österreich · Wien",
    "category": "dach",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/wiener-schnitzel.webp",
    "tags": [
      "Klassiker",
      "Wirtshaus",
      "Geschützte Bezeichnung"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "zitrone",
      "fleisch",
      "mehl",
      "eier",
      "butter",
      "kraeuter",
      "kartoffel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 35,
      "steps": [
        "4 Kalbsschnitzel (à 150 g, aus der Oberschale) zwischen zwei Klarsichtfolien auf 4 mm plattieren — vorsichtig klopfen, nicht reißen.",
        "Beidseitig mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.",
        "Drei flache Teller vorbereiten: einer mit glattem Mehl, einer mit 2 verquirlten Eiern, einer mit Semmelbröseln.",
        "Schnitzel zuerst im Mehl wenden, das überschüssige Mehl abklopfen, dann durch die Eier ziehen, zuletzt locker in den Bröseln panieren — NICHT andrücken (sonst keine ‚soufflierte' Panade).",
        "Reichlich Butterschmalz in einer großen Pfanne auf 170 °C erhitzen — das Schnitzel muss schwimmen, sonst wirft die Panade keine Wellen.",
        "Schnitzel einlegen, Pfanne sofort sanft schwenken — die Panade hebt sich, wird goldbraun. Nach 1,5 min wenden, weitere 1 min.",
        "Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Sofort servieren mit Zitronenspalte und Petersilkartoffeln (oder Erdäpfelsalat)."
      ],
      "tipp": "Original ist Kalb. ‚Wiener Schnitzel vom Schwein' darf so nicht heißen — heißt korrekt ‚Schnitzel Wiener Art'."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 300,
      "kcal": 620,
      "protein_g": 38,
      "carbs_g": 35,
      "fat_g": 36,
      "fiber_g": 2,
      "salt_g": 1.8
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Klassisches Panieren in 3 Schritten — Lehrbeispiel für ‚Trockenes Ankleben'. Hoher Eiweißgehalt.",
      "gw": "‚Wiener Schnitzel' ist KEIN g.U./g.g.A.-Eintrag — aber im österreichischen Lebensmittelbuch geschützt. Welche Gerichte sind EU-rechtlich geschützt?",
      "bu": "Kalbfleisch hat höheren Klima-Footprint als Schwein/Huhn — Kuhmilch-Industrie ist Vorbedingung für Kalb. Diskussion: Beilage Erdäpfel kompensiert kaum.",
      "de": "Wortfeld ‚panieren', ‚soufflieren', ‚plattieren' — französische Lehnwörter aus der Wiener Hofküche."
    },
    "fact": "Die Legende sagt, das Wiener Schnitzel sei aus dem Mailänder Cotoletta entstanden, das Feldmarschall Radetzky 1857 nach Wien gebracht haben soll. Historisch nicht belegt — das ‚goldene Backteig-Schnitzel' gibt es in Wien aber spätestens seit 1830.",
    "diff_note": "Panieren in 3 Schritten + 170 °C Öl treffen — Aufmerksamkeit, nicht Können",
    "id": "wiener-schnitzel"
  },
  "sachertorte": {
    "name": "Sachertorte",
    "emoji": "🎂",
    "origin": "Österreich · Wien",
    "category": "dach",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/sachertorte.webp",
    "tags": [
      "Mehlspeise",
      "Schokolade",
      "Welthandel"
    ],
    "ings": [
      "kakao",
      "vanille",
      "butter",
      "eier",
      "mehl",
      "marille",
      "milch"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 12,
      "time_min": 120,
      "steps": [
        "Rohr auf 170 °C vorheizen. Eine Tortenform (Ø 24 cm) ausfetten und bemehlen.",
        "130 g zimmerwarme Butter mit 110 g Staubzucker und Mark einer Vanilleschote 5 min schaumig rühren.",
        "6 Eidotter einzeln einrühren. 130 g geschmolzene und ausgekühlte dunkle Schokolade unterheben.",
        "6 Eiklar mit 110 g Zucker zu festem Schnee schlagen. Drittelweise unter die Schokomasse heben — vorsichtig, sonst geht die Luft raus.",
        "130 g griffiges Mehl darüber sieben, locker unterheben. In die Form füllen, glattstreichen.",
        "Im Rohr 50–60 min backen. Stäbchenprobe: kommt sauber raus, ist die Torte fertig. In der Form 10 min ruhen, stürzen, kalt werden lassen.",
        "Torte horizontal halbieren. 200 g Marillenmarmelade glatt rühren (oder kurz erwärmen), zwischen die Hälften streichen UND oben + außen dünn darauf streichen.",
        "Glasur: 200 g Zucker mit 125 ml Wasser zu Sirup kochen (5 min), kurz abkühlen, mit 150 g grob gehackter dunkler Schokolade verrühren — Glasur muss in einem Schwall über die Torte fließen, NICHT mit Messer streichen!",
        "12 h ruhen lassen. Mit Schlagobers servieren."
      ],
      "tipp": "Echte Marillen — keine Aprikose aus der Dose. Wachauer oder Marillen aus der eigenen Region. Die Glasur ist die Kunst: zu kalt = rinnt nicht, zu heiß = grau und matt."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 110,
      "kcal": 420,
      "protein_g": 6,
      "carbs_g": 55,
      "fat_g": 22,
      "fiber_g": 3,
      "salt_g": 0.4
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Komplexes Mehlspeisen-Rezept — Klassiker zum Üben von Schaumbildung, Unterheben, Glasieren. Hoher Zuckergehalt — diskutiere ‚Anlassgebäck' vs. Alltagsessen.",
      "gw": "Kakao aus Westafrika, Marillen lokal — die Sachertorte ist ein Welt-vs-Region-Beispiel auf einem Teller. Wie weit ist die Kakaobohne gereist?",
      "bu": "Kakao-Anbau in Côte d'Ivoire/Ghana: Kinderarbeit, Regenwald-Rodung — kritische Auseinandersetzung mit fairem Handel.",
      "de": "Sachertorte vs. ‚Original Sacher-Torte' — Markenrechtsstreit Hotel Sacher vs. Demel (1934–1963). Was schützt eine Marke vs. ein Rezept?"
    },
    "fact": "Franz Sacher erfand das Rezept 1832 mit 16 Jahren als Lehrling für Fürst Metternich. Den Streit, ob die Marillenmarmelade in der Mitte ODER nur außen sein darf, haben Sacher und Demel über 30 Jahre lang vor Gericht geführt — verloren hat keiner: heute gibt es beide ‚Originale'.",
    "diff_note": "echtes Konditor-Handwerk — Eiklarschnee, Glasur in einem Schwall, kein Streichen",
    "id": "sachertorte"
  },
  "apfelstrudel": {
    "name": "Apfelstrudel",
    "emoji": "🥧",
    "origin": "Österreich · ehem. Habsburgerreich",
    "category": "dach",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/apfelstrudel.webp",
    "tags": [
      "Mehlspeise",
      "Klassiker",
      "Habsburger-Erbe"
    ],
    "ings": [
      "zimt",
      "rohrzucker",
      "rosinen",
      "apfel",
      "mehl",
      "eier",
      "butter",
      "mandeln",
      "olivenoel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 6,
      "time_min": 90,
      "steps": [
        "Teig: 250 g griffiges Mehl, 1 Ei, 130 ml lauwarmes Wasser, 2 EL Öl, 1 Prise Salz zu einem geschmeidigen Teig kneten — mindestens 10 min schlagen, bis er glänzt.",
        "Teig in Öl wenden, mit warmer Schüssel zudecken, mindestens 30 min rasten.",
        "Fülle: 1 kg saure Äpfel (Boskoop, Berlepsch) schälen, vierteln, entkernen, in dünne Scheiben schneiden.",
        "Mit 80 g Rohrzucker, 1 EL Zimt, 80 g Rosinen, 50 g gehackten Walnüssen mischen.",
        "Großes Tuch leicht bemehlen. Teig auflegen, mit den Handrücken UNTER dem Teig ziehen — der Teig muss hauchdünn sein, ‚dass man die Zeitung darunter lesen kann'.",
        "100 g Semmelbrösel in 100 g Butter goldbraun rösten, gleichmäßig auf den Teig streuen (Saft-Bremse).",
        "Apfelfülle auf 1/3 des Teigs verteilen, Ränder freilassen.",
        "Mit Hilfe des Tuchs den Strudel einrollen — wie eine Decke aufrollen. Ränder einschlagen.",
        "Mit zerlassener Butter bestreichen. Bei 180 °C 40 min backen, dabei 2x mit Butter bestreichen.",
        "Mit Staubzucker bestreuen, lauwarm mit Vanille-Sauce oder Schlagobers servieren."
      ],
      "tipp": "Den Teig nie reißen lassen — wenn er hauchdünn ist, glänzt er beim Auflicht. Walnüsse können durch Mandeln ersetzt werden."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 180,
      "kcal": 380,
      "protein_g": 6,
      "carbs_g": 58,
      "fat_g": 14,
      "fiber_g": 5,
      "salt_g": 0.5
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Strudelteig-Ziehen ist ein Klassiker für Geschicklichkeit. Ballaststoff-reich (Äpfel, Walnüsse, Rosinen). Diskussion: ‚Süßspeise als Hauptmahlzeit' — typisch österreichisch.",
      "gw": "Habsburger-Küche: der Strudel kam mit den Osmanen über Ungarn (vgl. Baklava). Das Habsburgerreich hat seine kulinarischen Spuren in Wien, Budapest, Triest, Lemberg hinterlassen.",
      "bu": "Äpfel lokal (Steiermark, Oberösterreich), Zimt aus Sri Lanka — Welt-und-Region auf einem Teller. Wieviel Klima-CO₂ kommt vom Zimt?",
      "de": "‚Strudel' bedeutet ursprünglich ‚gerollte Welle' — vergleiche mit ‚Wirbel', ‚Wasserstrudel'."
    },
    "fact": "Das älteste erhaltene Strudelteig-Rezept liegt in der Wiener Nationalbibliothek von 1696. Der ‚Apfelstrudel' hat sich aus dem türkischen ‚Baklava' entwickelt — als Wien zwischen 1529 und 1683 zweimal von Osmanen belagert wurde, blieb mehr als nur Krieg zurück.",
    "diff_note": "Strudelteig hauchdünn ziehen ist das ganze Geheimnis — viel Übungssache",
    "id": "apfelstrudel"
  },
  "topfengolatschen": {
    "name": "Topfengolatsche",
    "emoji": "🥐",
    "origin": "Österreich · Wien",
    "category": "dach",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/topfengolatschen.webp",
    "tags": [
      "Mehlspeise",
      "Frühstück",
      "Kaffeehaus"
    ],
    "ings": [
      "zitrone",
      "vanille",
      "rosinen",
      "topfen",
      "eier",
      "butter",
      "mehl"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 8,
      "time_min": 50,
      "steps": [
        "Rohr auf 200 °C vorheizen. Backblech mit Papier auslegen.",
        "Fülle: 250 g Topfen mit 50 g weicher Butter, 80 g Staubzucker, 1 Eidotter, Mark einer halben Vanilleschote, abgeriebener Schale einer Bio-Zitrone, 20 g Mehl glatt rühren.",
        "60 g Rosinen unterheben (wer mag — Original ist mit Rosinen).",
        "1 Pkg. Plunderteig (TK, aufgetaut) ausrollen, in 8 Quadrate à 10 cm schneiden.",
        "Auf jede Mitte 1 EL Topfenmasse setzen. Ecken zur Mitte einklappen und leicht andrücken — wie ein Geschenkpaket.",
        "Mit verquirltem Ei bestreichen.",
        "Im Rohr 18–20 min backen, bis sie goldbraun und aufgegangen sind.",
        "Lauwarm mit Staubzucker bestreut servieren."
      ],
      "tipp": "Mit selbstgemachtem Plunder­teig (Touren-Teig) noch luftiger — aber dauert 6 h. Mit TK-Teig sind sie in 50 min am Tisch."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 100,
      "kcal": 320,
      "protein_g": 9,
      "carbs_g": 32,
      "fat_g": 18,
      "fiber_g": 1,
      "salt_g": 0.6
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Plunderteig-Mechanik: warum macht Touren-Teig die Schichten? Eingeklemmte Butter verdampft → Wasser zerfällt → Hohlräume. Physik in der Mehlspeise.",
      "gw": "Topfen in DACH = Quark in DE-Norden = Fromage Blanc in FR = Cottage Cheese in EN. Sprachatlas der Milchprodukte.",
      "bu": "Topfen ist Frischkäse — keine Reifezeit, deshalb energieärmer als z. B. Bergkäse.",
      "de": "‚Golatsche' kommt vom tschechischen ‚koláč' — Wiener Kaffeehaus-Kultur als Sprachschmelz."
    },
    "fact": "Die Topfengolatsche ist Kaffeehaus-Klassiker seit den 1880er-Jahren. ‚Koláč' bedeutet im Tschechischen einfach ‚Kuchen' — das ist ein typisches Wiener Lehnwort aus der Habsburger-Zeit, als die böhmische Küche in jeder Kaffeehausvitrine lag.",
    "diff_note": "TK-Plunderteig nimmt die Arbeit ab, Fülle ist easy",
    "id": "topfengolatschen"
  },
  "bayerische-brezel": {
    "name": "Bayerische Brezel mit Obatzda",
    "emoji": "🥨",
    "origin": "Deutschland · Bayern",
    "category": "dach",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/bayerische-brezel.webp",
    "tags": [
      "Brot",
      "Biergarten",
      "Geschützte Bezeichnung"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "paprika",
      "mehl",
      "hefe",
      "butter",
      "mozzarella",
      "topfen",
      "zwiebel",
      "wein",
      "kraeuter"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 6,
      "time_min": 90,
      "steps": [
        "Brezelteig: 500 g Mehl, 20 g frische Hefe, 250 ml lauwarmes Wasser, 10 g Salz, 30 g weiche Butter zu glattem Teig kneten. 30 min gehen lassen.",
        "Teig in 6 Stränge à ca. 50 cm rollen — Mitte dicker, Enden dünner.",
        "Brezelform schlingen: ‚Schmetterling' — beide Enden nach oben, einmal ineinander verdrehen, auf die dicke Mitte legen.",
        "20 min auf einem Blech bei Raumtemperatur ‚abstehen lassen' — Oberfläche muss antrocknen.",
        "Lauge: 1 L kaltes Wasser mit 30 g Natriumhydroxid (Achtung: ätzend, Handschuhe!) ODER alternativ 30 g Natron in heißem Wasser für die einfache Variante.",
        "Brezeln kurz in Lauge tauchen (10 sec), abtropfen, mit grobem Salz bestreuen, in der Schmetterling-Form mit Messer einschneiden.",
        "Bei 220 °C 18–20 min backen, bis sie tief mahagoni-braun sind.",
        "Obatzda: 200 g reifer Camembert mit 100 g Frischkäse, 1 fein gehackter Zwiebel, 1 TL Paprika, Pfeffer, einem Schuss Bier glatt verrühren. Mit Schnittlauch servieren.",
        "Brezel kurz warm halten, mit Obatzda und Radieschen."
      ],
      "tipp": "Die echte Lauge (NaOH) macht die typische tief-braune Farbe. Mit Natron geht's, aber das Ergebnis ist heller. Vorsicht: NaOH-Lösung NICHT in Aluminium-Töpfen!"
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 180,
      "kcal": 480,
      "protein_g": 18,
      "carbs_g": 52,
      "fat_g": 22,
      "fiber_g": 3,
      "salt_g": 3.2
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Sicherheit im Umgang mit Lauge — Chemie & Haushalt. Vergleich mit ‚Hausmitteln': Natron als Schwach-Alternative.",
      "gw": "Bayerische Brezel ist g.g.A.-geschützt seit 2014. Kein Bayer durfte mehr eine ‚Bayerische Brezel' nennen, wenn er sie in NRW backt.",
      "bu": "Natriumhydroxid und Pizzateig: die Lauge baut Stärke an der Oberfläche zu Bittersüße-Verbindungen ab (‚Maillard-Reaktion vorab') — daher die typische Farbe und der Bitterton.",
      "de": "‚Obatzda' = ‚angedrückt' im Bairischen. Welche Wörter im Deutsch-Atlas hast du noch nicht gehört?"
    },
    "fact": "Die Brezel-Form wurde 1839 angeblich vom Münchner Bäckergeselle Anton Nepomuk Pfannenbrenner erfunden — er verwechselte aus Versehen Zuckerwasser mit Natronlauge zum Bestreichen. Das ‚Versehen' wurde zum Welthit.",
    "diff_note": "Vorsicht mit Lauge (NaOH ist ätzend!) + Brezel-Schlinge braucht Übung",
    "id": "bayerische-brezel"
  },
  "schwaebische-maultaschen": {
    "name": "Schwäbische Maultaschen",
    "emoji": "🥟",
    "origin": "Deutschland · Schwaben",
    "category": "dach",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/schwaebische-maultaschen.webp",
    "tags": [
      "Teigtaschen",
      "Klosterküche",
      "g.g.A."
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "muskat",
      "mehl",
      "eier",
      "gemuese",
      "fleisch",
      "kraeuter",
      "zwiebel",
      "butter"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 90,
      "steps": [
        "Nudelteig: 300 g Mehl, 3 Eier, 1 EL Olivenöl, 1 TL Salz zu einem glatten Teig kneten — 5 min lang. 30 min ruhen.",
        "Fülle: 300 g Blattspinat blanchieren, gut auspressen, fein hacken. 300 g Bratwurst-Brät, 2 altbackene Brötchen (in Milch eingeweicht und ausgedrückt), 1 fein gehackte Zwiebel, 2 EL Petersilie, 2 Eier, Salz, Pfeffer, Muskat zu einer Masse vermengen.",
        "Den Teig hauchdünn ausrollen (1 mm), in 10×10 cm Quadrate schneiden.",
        "Auf jedes Quadrat 1 EL Fülle setzen, Teig zur Tasche zusammenklappen, Ränder mit Gabel andrücken.",
        "In siedender Fleischbrühe 10 min ziehen lassen.",
        "Variante a: in der Brühe servieren — Maultaschen-Suppe.",
        "Variante b: aus der Brühe nehmen, mit goldgelb gerösteten Zwiebeln und brauner Butter servieren — ‚Geröstete Maultaschen'.",
        "Variante c: in Streifen schneiden und mit verquirltem Ei kurz schwenken — ‚Maultaschen-Pfanne'."
      ],
      "tipp": "Im Schwäbischen heißen sie auch ‚Herrgottsbescheißerle' — die Mönche versteckten Fleisch in der Fastenzeit unter dem grünen Spinat-Mantel."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 320,
      "kcal": 540,
      "protein_g": 28,
      "carbs_g": 50,
      "fat_g": 24,
      "fiber_g": 4,
      "salt_g": 2.5
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Resteverwertung in der Klosterküche — Spinat aus dem Garten, alte Brötchen, eingelegte Reste vom Brät. Diskussion: ‚Lebensmittel-Verschwendung früher und heute'.",
      "gw": "Schwäbische Maultaschen sind g.g.A.-geschützt seit 2009. Im Vergleich zu Kärntner Kasnudeln (AT) und Pierogi (PL) zeigt sich der Mitteleuropa-Teigtaschen-Korridor.",
      "bu": "Spinat als heimischer Vitamin-K-Lieferant. Blanchieren erhält die Farbe — Wissenschaft im Kochtopf.",
      "de": "‚Herrgottsbescheißerle' — wie die Fastenregel umgangen wurde, ist ein Stück Sprach- und Kulturgeschichte."
    },
    "fact": "Die Legende der ‚Herrgottsbescheißerle': Im Kloster Maulbronn wollten die Mönche in der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten. Sie versteckten es im Spinat-Brät der Teigtasche — der Herrgott sieht's nicht durch den Teig. Aus ‚Maulbronn' wurde ‚Maultasche'.",
    "diff_note": "Pasta selbst gemacht UND gefüllt — Geduld und Geschicklichkeit",
    "id": "schwaebische-maultaschen"
  },
  "rheinischer-sauerbraten": {
    "name": "Rheinischer Sauerbraten",
    "emoji": "🍖",
    "origin": "Deutschland · Rheinland",
    "category": "dach",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/rheinischer-sauerbraten.webp",
    "tags": [
      "Festtag",
      "Marinade",
      "Welthandel"
    ],
    "ings": [
      "lebkuchen",
      "rosinen",
      "pfeffer",
      "nelken",
      "fleisch",
      "essig",
      "wein",
      "zwiebel",
      "wurzelgemuese",
      "kraeuter",
      "butter",
      "mehl"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 6,
      "time_min": 4500,
      "steps": [
        "MARINADE (3 Tage vorher!): 500 ml Rotwein + 500 ml Apfelessig + 500 ml Wasser mit 2 Zwiebeln, 2 Karotten, ¼ Sellerieknolle (alles in Würfel), 5 Lorbeerblättern, 10 Wacholderbeeren, 10 Pfefferkörnern, 5 Nelken, 1 Stück Ingwer aufkochen, abkühlen lassen.",
        "1,5 kg Rindsschulter in die kalte Marinade legen — mindestens 3 Tage, optimal 7 Tage. Täglich wenden.",
        "Fleisch herausnehmen, gut trockentupfen, salzen und pfeffern. Marinade durch ein Sieb abgießen, Gemüse beiseite.",
        "In großem Topf 2 EL Butterschmalz heiß werden lassen, Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten — die Bräune ist der Geschmack!",
        "Marinade-Gemüse zum Fleisch geben, mit der Hälfte der Marinade aufgießen, zugedeckt 2,5 h bei kleiner Hitze schmoren.",
        "Fleisch herausnehmen, warm halten. Sauce durchpassieren.",
        "Sauce mit 60 g zerbröselten Lebkuchen + 50 g Rosinen + 1 EL Senf 10 min köcheln — Lebkuchen bindet UND würzt!",
        "Fleisch in Scheiben schneiden, mit der Sauce nappieren. Klassisch dazu: Apfelmus, Rotkohl, Kartoffelklöße."
      ],
      "tipp": "Die LANGE Marinade-Zeit (mindestens 3 Tage) ist essentiell — sie zersetzt das Bindegewebe (saurer pH = enzymatischer Abbau) und macht das Fleisch zart."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 380,
      "kcal": 680,
      "protein_g": 42,
      "carbs_g": 35,
      "fat_g": 32,
      "fiber_g": 4,
      "salt_g": 2.6
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Marinieren als Konservierungs- UND Zart-Mach-Technik. Chemie: Säure (Essig) → Eiweiß denaturiert → zart. Lebkuchen als Saucenbinder ist genial.",
      "gw": "Lebkuchen mit Welthandel-Gewürzen: Zimt (Sri Lanka), Nelke (Madagaskar), Ingwer (Indien). Rheinische Bürgerküche der Hansestädte hat den Welthandel auf den Teller gebracht.",
      "bu": "Rindfleisch hoher Klima-Footprint. Diskussion: ‚Festtagsbraten' war früher Sonntag — heute alle Tage Fleisch ist klimatisch und gesundheitlich problematisch.",
      "de": "‚Sauerbraten' — Wortbildung mit Adjektiv-Stamm + Substantiv. Welche anderen Gerichte heißen so (‚Süßspeise', ‚Salzkartoffeln', ‚Schwarzbrot')?"
    },
    "fact": "Im Rheinland wurde der Sauerbraten ursprünglich aus Pferdefleisch gemacht — weil Pferde nach 1834 (Ende der Pferde-Kutschen) auf den Bauernhöfen nutzlos wurden. Heute ist Rind Standard, aber in alten Köln-Rezepten steht noch ‚Hottebrater'.",
    "diff_note": "3 Tage vorher in Marinade einlegen + 2,5 h schmoren — Marathon, aber simpel",
    "id": "rheinischer-sauerbraten"
  },
  "schwarzwaelder-kirschtorte": {
    "name": "Schwarzwälder Kirschtorte",
    "emoji": "🍰",
    "origin": "Deutschland · Schwarzwald",
    "category": "dach",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/schwarzwaelder-kirschtorte.webp",
    "tags": [
      "Konditorei",
      "Schichtkunst",
      "Alkohol"
    ],
    "ings": [
      "kakao",
      "vanille",
      "eier",
      "mehl",
      "kirschen",
      "milch"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 12,
      "time_min": 180,
      "steps": [
        "Biskuit (3 Böden): 6 Eier mit 180 g Zucker und 1 Pkg. Vanillezucker 10 min schaumig schlagen. 120 g Mehl + 60 g Stärke + 40 g Kakao + 1 TL Backpulver sieben und in 3 Portionen unterheben.",
        "In gefettete Springform (Ø 26 cm) füllen, bei 175 °C 35 min backen. Auskühlen, in 3 Böden schneiden.",
        "Fülle: 1 Glas (700 g) Sauerkirschen abtropfen lassen, Saft auffangen. 50 ml Saft mit 1 EL Stärke aufkochen → klare Sauce. Kirschen unterheben, abkühlen.",
        "Sahne: 600 ml Schlagobers mit 60 g Zucker, 2 Pkg. Sahnesteif und 2 EL Kirschwasser steif schlagen.",
        "Böden mit Kirschsaft (gemischt mit weiteren 4 EL Kirschwasser) tränken — sparsam, nicht ertränken!",
        "Aufbau: 1. Boden + Kirschfüllung + Sahne / 2. Boden + Sahne / 3. Boden + Sahne (außen + oben).",
        "Mit Schokoladenraspeln einstauben, 12 Sahne-Tupfen am Rand, jede mit einer Belegkirsche krönen.",
        "Mindestens 4 h kalt stellen — besser über Nacht."
      ],
      "tipp": "Echte ‚Schwarzwälder Kirschtorte' MUSS Kirschwasser enthalten — sonst darf sie offiziell nicht so heißen (deutscher Lebensmittelbuch-Standard). Für Kindergeburtstag: weglassen, aber dann ist's eine ‚Kirschsahne-Torte'."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 130,
      "kcal": 380,
      "protein_g": 5,
      "carbs_g": 38,
      "fat_g": 22,
      "fiber_g": 2,
      "salt_g": 0.3
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Schicht-Konditorei als handwerkliche Kunst. Stärke als Saucenbinder — Chemie. Sahne aufschlagen: warum geht das?",
      "gw": "Sauerkirsche aus dem Schwarzwald: heimischer Anbau in den niedrigen Lagen. Kakao aus Westafrika — Welt und Heimat in Schichten.",
      "bu": "Sauerkirsch-Saison: Juni/Juli. ‚Konservieren' (Glas, TK) als Voraussetzung, das Gericht ganzjährig zu machen — vor 100 Jahren ein Sommer-Gericht.",
      "de": "‚Schwarzwälder Kirschtorte' ist eine Komposita-Kaskade — wie viele Substantive stecken im Wort?"
    },
    "fact": "Die Schwarzwälder Kirschtorte heißt nicht nach dem Schwarzwald, sondern nach der schwarzen Tracht des Schwarzwald-Brauchs: schwarze Schokoraspeln (= Tracht), weiße Sahne (= Schürze), rote Kirschen (= Bollenhut der Frauen).",
    "diff_note": "Konditor-Klassiker: Biskuit, Kirschen, Sahne, Schoko — viele Schritte",
    "id": "schwarzwaelder-kirschtorte"
  },
  "schweizer-kaesefondue": {
    "name": "Schweizer Käsefondue",
    "emoji": "🫕",
    "origin": "Schweiz",
    "category": "dach",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/schweizer-kaesefondue.webp",
    "tags": [
      "Geselligkeit",
      "Bergkäse",
      "Welthandel"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "muskat",
      "knoblauch",
      "mozzarella",
      "wein"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 30,
      "steps": [
        "400 g Gruyère AOP + 400 g Vacherin Fribourgeois AOP grob reiben (gemischt — ‚Moitié-Moitié').",
        "Caquelon (Fondue-Topf, Steingut) innen mit einer halbierten Knoblauchzehe abreiben — bleibt drin.",
        "300 ml trockenen Weißwein (Fendant aus dem Wallis) langsam erhitzen — NICHT kochen!",
        "Käse handvollweise einrühren, in einer ‚8'-Bewegung. Niemals Kreisbewegung — der Käse trennt sich sonst.",
        "Wenn der Käse cremig geschmolzen ist: 1 EL Speisestärke mit 1 EL Kirschwasser anrühren, einrühren — bindet die Masse.",
        "Mit frisch gemahlenem Pfeffer und Muskat würzen. Salz vorsichtig — Käse ist schon salzig.",
        "Sofort auf den Rechaud stellen, kleine Flamme. Brot in 2 cm Würfel geschnitten — JEDER Bissen muss eine Kruste haben (sonst löst er sich im Käse auf).",
        "Mit langen Gabeln tunken — wer das Brot in den Käse verliert, zahlt eine Runde Schnaps (Schweizer Tradition)."
      ],
      "tipp": "Vacherin gibt Cremigkeit, Gruyère gibt Kraft. Anteil ändern: 50/50 für Klassik, mehr Gruyère für ‚würziger', mehr Vacherin für ‚milder'."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 350,
      "kcal": 720,
      "protein_g": 38,
      "carbs_g": 35,
      "fat_g": 44,
      "fiber_g": 2,
      "salt_g": 3.5
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Käse-Schmelzwissenschaft: warum Stärke + Säure (Wein) verhindern, dass das Fett sich trennt? Emulgieren als Konzept.",
      "gw": "Beide Käse sind AOP (Appellation d'Origine Protégée — Schweiz-Pendant zu EU-g.U.). Gruyère nur aus 5 Kantonen, Vacherin nur aus Freiburg. Geografische Differenzierung en miniature.",
      "bu": "Sehr energiereich — 720 kcal pro Portion. Ursprung als Bauernessen im Alpenwinter (viel Energie + lange haltbarer Käse + Brot vom Vortag = perfekte Verwertung).",
      "de": "‚Moitié-Moitié' (FR) = ‚Halb-halb' (DE). Schweizer Mehrsprachigkeit landet in der Küche."
    },
    "fact": "Das ‚Schweizer Nationalgericht' Fondue ist eine Erfindung der 1930er Schweizer Käse-Union — als Marketing für die hohen Käse-Überschüsse während der Wirtschaftskrise. Vor 1930 war Fondue nur eine regionale Spezialität der West-Schweiz.",
    "diff_note": "Käse-Verhältnis + Achter-Rührtechnik (nie Kreis) — Detail entscheidet",
    "id": "schweizer-kaesefondue"
  },
  "zuercher-geschnetzeltes": {
    "name": "Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti",
    "emoji": "🍳",
    "origin": "Schweiz · Zürich",
    "category": "dach",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/zuercher-geschnetzeltes.webp",
    "tags": [
      "Stadtküche",
      "Sahnesauce",
      "Klassiker"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "champignons",
      "fleisch",
      "zwiebel",
      "milch",
      "wein",
      "butter",
      "mehl",
      "kraeuter",
      "kartoffel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 50,
      "steps": [
        "RÖSTI: 800 g festkochende Erdäpfel mit Schale 10 min kochen — sie sollen NICHT durch sein, nur außen weich. Auskühlen, schälen, grob raspeln.",
        "In 3 EL Butterschmalz die Erdäpfel-Raspel kreisrund einlegen, leicht andrücken, salzen. 10 min bei mittlerer Hitze braten, bis die Unterseite goldbraun ist. Mit Teller wenden, weitere 10 min.",
        "GESCHNETZELTES: 600 g Kalbfleisch in schmale Streifen (5 mm × 4 cm) schneiden, leicht mit Mehl bestäuben.",
        "In großer Pfanne 1 EL Butter erhitzen, Fleisch portionsweise rundum 1 min anbraten, herausnehmen.",
        "In gleicher Pfanne 1 EL Butter, 2 fein gehackte Schalotten anschwitzen. 300 g geviertelte Champignons zugeben, 4 min braten.",
        "Mit 100 ml Weißwein ablöschen, einkochen, 200 ml Rahm zugeben, 3 min köcheln.",
        "Fleisch zurück in die Sauce, NUR ERWÄRMEN — nicht kochen, sonst wird's zäh.",
        "Mit Salz, Pfeffer abschmecken, mit Petersilie bestreuen. Mit Rösti servieren."
      ],
      "tipp": "Schon das Wenden der Rösti ist Kunst — Teller drüber, schwungvoll umdrehen, vorsichtig zurück in die Pfanne gleiten lassen. Üben."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 420,
      "kcal": 690,
      "protein_g": 38,
      "carbs_g": 45,
      "fat_g": 36,
      "fiber_g": 4,
      "salt_g": 2.3
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Rahmsauce — Emulsion. Wenn das Fleisch zu lange in der Sauce kocht, wird's zäh: Eiweiß denaturiert zu stark. Praktisches Beispiel für Strukturchemie.",
      "gw": "Zürcher Geschnetzeltes ist Stadt-Spezialität — typisch für Schweizer Bürgerküche, die schon im 19. Jh. raffinierter war als die Bergbauernkost.",
      "bu": "Champignons sind das einzige in DACH industriell gezüchtete Pilz. Anbau in Kellerräumen — kompakte Bio-Konversion.",
      "de": "‚Geschnetzeltes' aus dem Schweizerdeutschen — geschnetzelt = in dünne Streifen geschnitten."
    },
    "fact": "Die Sauce des Original-Zürcher-Geschnetzelten hat ursprünglich KEINE Champignons enthalten. Diese kamen erst in den 1940er Jahren dazu — und sind heute aus dem Klassiker nicht mehr wegzudenken. Den genauen Erfinder gibt's nicht.",
    "diff_note": "Rösti-Wenden mit dem Teller ist die Kunst — sonst alles geradeaus",
    "id": "zuercher-geschnetzeltes"
  },
  "pizza-margherita": {
    "name": "Pizza Margherita",
    "emoji": "🍕",
    "origin": "Italien · Neapel",
    "category": "europa",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/pizza-margherita.webp",
    "tags": [
      "Italien",
      "Klassiker",
      "Drei Farben"
    ],
    "ings": [
      "tomaten",
      "olivenoel",
      "hartweizen",
      "mozzarella",
      "hefe",
      "kraeuter"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 1800,
      "steps": [
        "Teig (24 h vorher): 500 g italienisches Tipo-00-Mehl mit 320 ml Wasser, 2 g frischer Hefe, 15 g Salz verkneten — 15 min lang per Hand.",
        "Teig 4 h bei Raumtemperatur gehen lassen, dann in 4 Kugeln teilen (Pizza-Bälle). 18–24 h im Kühlschrank reifen lassen.",
        "Ofen mit Pizzastein auf maximaler Hitze (250–300 °C) 1 h vorheizen.",
        "Teig auf bemehlter Fläche per Hand ausdrücken — niemals mit Nudelholz! Rand stehen lassen.",
        "Belag: 80 g zerdrückte San-Marzano-Tomaten (aus der Dose, NICHT gekocht) gleichmäßig verteilen. 100 g Mozzarella di Bufala in groben Stücken auflegen.",
        "5–6 frische Basilikum-Blätter darauf, 1 EL Olivenöl extra vergine im Spiralmuster.",
        "Auf den heißen Stein gleiten lassen — 60–90 Sekunden backen, bis der Rand schwarze Bläschen wirft.",
        "Sofort essen — eine Pizza Margherita wartet auf niemanden."
      ],
      "tipp": "Im Holzofen 60 sec, im Haushaltsofen mit Stein 4–5 min. Der Rand MUSS dunkle Bläschen haben (‚leoparding') — das ist das Qualitätsmerkmal."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 280,
      "kcal": 590,
      "protein_g": 24,
      "carbs_g": 78,
      "fat_g": 18,
      "fiber_g": 4,
      "salt_g": 2.2
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Teigreife (Gluten-Entwicklung über Zeit). Diskussion: warum schmeckt 24-h-Teig besser als 2-h-Teig?",
      "gw": "‚Pizza Napoletana' ist UNESCO-immaterielles Welterbe seit 2017. Beispiel für Kulturschutz durch UNESCO.",
      "bu": "Hartweizen aus Kanada/Süditalien, Tomaten aus Spanien/Süditalien. Drei Welt-Zutaten — und doch eine ‚italienische' Pizza.",
      "de": "‚Margherita' nach Königin Margherita von Savoyen (1889). Drei Farben — was bedeuten sie politisch?"
    },
    "fact": "Pizza Margherita wurde laut Legende 1889 für Königin Margherita gebacken: Mozzarella (weiß), Tomate (rot), Basilikum (grün) — die Farben der italienischen Flagge. Der Pizzaiolo Raffaele Esposito wollte der Monarchin huldigen.",
    "diff_note": "24 h Teigreife planen + Backofen auf Maximum — Vorbereitung statt Technik",
    "id": "pizza-margherita"
  },
  "spaghetti-carbonara": {
    "name": "Spaghetti Carbonara",
    "emoji": "🍝",
    "origin": "Italien · Rom",
    "category": "europa",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/spaghetti-carbonara.webp",
    "tags": [
      "Italien",
      "Klassiker",
      "KEINE Sahne"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "hartweizen",
      "pecorino",
      "eier",
      "speck"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 25,
      "steps": [
        "200 g Guanciale (klassisch — NICHT Speck oder Pancetta!) in Streifen von 5 mm Breite schneiden.",
        "In trockener Pfanne (kein Öl) bei mittlerer Hitze auslassen, bis er knusprig ist. Fett auffangen, Guanciale herausnehmen.",
        "Reichlich Salzwasser (1 EL Salz pro Liter) für 400 g Spaghetti aufsetzen. Kochen.",
        "Sauce-Basis: 4 Eidotter + 2 ganze Eier mit 100 g frisch geriebenem Pecorino Romano DOP, reichlich frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer verquirlen. Salz noch NICHT.",
        "Spaghetti al dente kochen. 1 Tasse Nudelwasser abnehmen.",
        "Pasta in die Pfanne mit dem Guanciale-Fett. Pfanne VOM HERD nehmen!",
        "Eier-Käse-Sauce hineingießen, mit Holzlöffel rasch verrühren. Wenn zu trocken: schluckweise heißes Nudelwasser zugeben.",
        "Guanciale-Stücke wieder unterheben. Sofort auf vorgewärmten Tellern servieren, mit extra Pecorino und Pfeffer."
      ],
      "tipp": "DIE KARDINAL-REGEL: NIE Sahne, NIE Knoblauch, NIE Zwiebeln, NIE Petersilie. Eine echte Carbonara ist Ei + Pecorino + Guanciale + Pfeffer. Punkt."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 350,
      "kcal": 720,
      "protein_g": 32,
      "carbs_g": 78,
      "fat_g": 32,
      "fiber_g": 4,
      "salt_g": 3.1
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Emulsion ohne Hitze: warum stockt das Ei nicht zu Rührei? Pfanne MUSS vom Herd! Physik in der Sauce.",
      "gw": "Guanciale aus Lazio, Pecorino aus Lazio, Hartweizen aus Süditalien — eine ‚100-Region-Mahlzeit'. Italienische Regionalität.",
      "bu": "Schweinebacke (Guanciale) ist Resteverwertung des Schweins. Verglichen mit Filet ein guter Klima-Kompromiss.",
      "de": "‚Carbonara' kommt von ‚carbone' (Kohle) — wegen dem reichlichen Pfeffer, der wie Kohlestaub aussieht."
    },
    "fact": "Spaghetti Carbonara ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg dokumentiert (erstes Rezept 1944). Eine Theorie: US-Soldaten in Rom verlangten Bacon & Eggs, die Köche servierten es als Pasta-Variante. Italienische Köche bestreiten das.",
    "diff_note": "Pfanne vom Herd nehmen, BEVOR die Eier reinkommen — sonst Rührei!",
    "id": "spaghetti-carbonara"
  },
  "paella-valenciana": {
    "name": "Paella Valenciana",
    "emoji": "🥘",
    "origin": "Spanien · Valencia",
    "category": "europa",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/paella-valenciana.webp",
    "tags": [
      "Spanien",
      "Reisgericht",
      "Familienessen"
    ],
    "ings": [
      "reis",
      "safran",
      "olivenoel",
      "tomaten",
      "huhn-spanien",
      "gemuese",
      "knoblauch",
      "kraeuter",
      "paprika"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 60,
      "steps": [
        "Paella-Pfanne (Ø 40 cm, dünn, breit) auf großer Flamme. 80 ml Olivenöl erhitzen.",
        "300 g Huhn + 300 g Kaninchen in Stücken kräftig anbraten — Rand nach innen, gut bräunen.",
        "100 g grüne flache Bohnen (Garrofó/Ferraúra) zugeben, kurz mitbraten.",
        "2 geriebene Tomaten + 2 Knoblauchzehen + 1 TL Paprika (süß) einrühren — ‚Sofrito' bildet sich.",
        "1,5 L heißes Wasser angießen, 1 TL Salz, ein Zweig Rosmarin. 20 min köcheln — Fond muss intensiv schmecken.",
        "400 g Bomba-Reis (oder Senia, NICHT Risotto-Reis!) gleichmäßig im Spiralmuster einrieseln. NIE umrühren!",
        "10 Safranfäden mit etwas Brühe verreiben, drüber gießen. Mittlere Flamme.",
        "20 min köcheln. Letzte 2 min: hohe Flamme für ‚Socarrat' — die karamellisierte Kruste am Boden.",
        "Vom Herd, mit Tuch zudecken, 5 min ruhen. Direkt aus der Pfanne mit Löffeln vom Tellerrand essen — DAS ist Familien-Tradition."
      ],
      "tipp": "Original-Paella Valenciana hat KEINE Meeresfrüchte — das ist Paella de Marisco (Küstenversion). Strengste Konvention in Valencia."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 400,
      "kcal": 680,
      "protein_g": 38,
      "carbs_g": 78,
      "fat_g": 22,
      "fiber_g": 6,
      "salt_g": 2.5
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Reisgar-Mechanik: warum NICHT umrühren? Stärkefreisetzung würde den Reis kleben — Paella muss trocken bleiben.",
      "gw": "Safran ist nach Vanille teuerstes Gewürz — Spanien (Castilla-La Mancha) ist neben Iran Hauptproduzent. Gewichtsschwerer als Gold.",
      "bu": "Reis-Anbau braucht Bewässerung. Valencia hat die ‚Albufera'-Lagune mit traditioneller Reis-Kultur — UNESCO-Biosphärenreservat.",
      "de": "‚Paella' kommt vom valencianischen Wort für ‚Pfanne'. Der Name ist das Gerät, nicht das Gericht."
    },
    "fact": "‚Echte' Paella Valenciana hat 10 Zutaten — die Valencianer haben sie sogar offiziell festgelegt (‚Wikipaella'-Initiative). Was sonst Paella heißt — mit Fisch, Chorizo, Erbsen, Zitrone — ist für sie ‚Touristenbetrug'.",
    "diff_note": "große Pfanne nötig, niemals umrühren, Socarrat-Kruste am Ende ist Kunst",
    "id": "paella-valenciana"
  },
  "tortilla-espanola": {
    "name": "Tortilla Española",
    "emoji": "🍳",
    "origin": "Spanien · landesweit",
    "category": "europa",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/tortilla-espanola.webp",
    "tags": [
      "Spanien",
      "Tapas",
      "Bauernküche"
    ],
    "ings": [
      "olivenoel",
      "kartoffel",
      "eier",
      "zwiebel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 50,
      "steps": [
        "1 kg festkochende Erdäpfel schälen, in 3 mm dünne Scheiben hobeln (oder schmale Würfel von 5 mm).",
        "1 große Zwiebel in feine Streifen schneiden.",
        "Reichlich Olivenöl (200 ml!) in einer beschichteten Pfanne (Ø 24 cm) erhitzen.",
        "Erdäpfel und Zwiebel im Öl bei niedriger Hitze 25 min KONFIEREN — NICHT braten! Mit Schaumlöffel umrühren. Die Erdäpfel sollen weich, nicht braun werden.",
        "Erdäpfel und Zwiebel abtropfen lassen — das Öl in einer Schüssel auffangen.",
        "8 Eier mit 1 TL Salz verquirlen. Erdäpfel-Zwiebel-Mischung unterheben — 5 min ziehen lassen.",
        "2 EL des aufgefangenen Öls in die Pfanne, heiß werden lassen. Eier-Erdäpfel-Masse einfüllen.",
        "Auf mittlerer Hitze 4 min, dann mit großem Teller bedecken, Pfanne wenden — Tortilla rutscht auf Teller.",
        "Pfanne wieder auf Herd, Tortilla zurück in die Pfanne gleiten lassen — andere Seite 3 min.",
        "Die Mitte soll noch leicht ‚jugosa' (saftig) sein — Kerntemperatur ~65 °C."
      ],
      "tipp": "‚Con cebolla' (mit Zwiebel) oder ‚sin cebolla' (ohne) — das ist die spanische Glaubensfrage. Beide Seiten halten ihre Variante für die einzig wahre."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 300,
      "kcal": 480,
      "protein_g": 18,
      "carbs_g": 35,
      "fat_g": 28,
      "fiber_g": 4,
      "salt_g": 1.4
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Konfieren in Öl — schonende Garmethode. Vergleich: Pommes (frittiert) vs. Tortilla-Erdäpfel (konfiert). Beide in Öl, völlig unterschiedlicher Effekt.",
      "gw": "Spanien ist Olivenöl-Weltmarktführer (45 %). Andalusien hat die größten Olivenhaine Europas.",
      "bu": "Erdäpfel kamen erst nach 1492 aus Südamerika nach Europa. Vor 500 Jahren gab es keine Tortilla — wie hat sich die Küche durch die Kolumbus-Lieferung geändert?",
      "de": "‚Tortilla' bedeutet im Spanischen ‚kleiner Fladen' — in Mexiko ist Tortilla ein Maisbrot, in Spanien das Erdäpfel-Omelett. Falsche Freunde in der Küche."
    },
    "fact": "Die Tortilla Española entstand im 19. Jh. als Arbeiteressen in Nordspanien — günstig, sättigend, kalt essbar. Heute ist sie das Symbol-Tapas-Gericht der spanischen Bars.",
    "diff_note": "Konfieren + Wenden mit Teller — sieht spektakulär aus, ist nur Geduld",
    "id": "tortilla-espanola"
  },
  "ratatouille": {
    "name": "Ratatouille Niçoise",
    "emoji": "🍆",
    "origin": "Frankreich · Provence",
    "category": "europa",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/ratatouille.webp",
    "tags": [
      "Frankreich",
      "Mediterran",
      "Vegetarisch"
    ],
    "ings": [
      "olivenoel",
      "tomaten",
      "knoblauch",
      "kraeuter",
      "gemuese",
      "zwiebel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 75,
      "steps": [
        "1 große Aubergine in 1 cm Würfel schneiden, salzen, 20 min ziehen lassen — zieht Bitterstoff. Abtupfen.",
        "2 Zucchini, 1 rote + 1 gelbe Paprika in gleichgroße Würfel schneiden.",
        "2 Zwiebeln fein hacken, 3 Knoblauchzehen pressen.",
        "Jedes Gemüse SEPARAT in Olivenöl anbraten — Aubergine zuerst (8 min), dann Zucchini (5 min), dann Paprika (5 min). Jeweils herausnehmen.",
        "In gleicher Pfanne: 4 EL Olivenöl, Zwiebel + Knoblauch 5 min anschwitzen.",
        "500 g geschälte, entkernte Tomaten (oder eine Dose pelati) zugeben, mit 1 TL Salz, Thymianzweig, Rosmarinzweig, 1 Lorbeerblatt 20 min köcheln — Sauce wird dick.",
        "Alle Gemüse zurück in die Pfanne, vorsichtig vermengen. 10 min sanft köcheln.",
        "Heiß oder lauwarm servieren — als Hauptgang mit Brot, als Beilage zu Fisch oder Lamm."
      ],
      "tipp": "Jedes Gemüse separat anbraten ist mühsam, aber essentiell — sonst wird's ein Pamps. Im Sommer auf der Provence-Terrasse mit Rosé das beste Sommergericht überhaupt."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 380,
      "kcal": 240,
      "protein_g": 6,
      "carbs_g": 22,
      "fat_g": 14,
      "fiber_g": 8,
      "salt_g": 1.2
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Aubergine entwässern: warum salzen? Osmose entzieht der Aubergine die bitteren Glykoside. Schul-Chemie im Topf.",
      "gw": "Provençalisch ist eine eigene Sprache (Oc), Nizza hat italienischen Einfluss. Mittelmeer-Küche als kulturelle Brückenregion.",
      "bu": "Tomaten, Auberginen, Paprika — alles Nachtschattengewächse aus Amerika. Mittelmeer-Küche vor 1500 sah völlig anders aus.",
      "de": "‚Ratatouille' bedeutet ursprünglich abwertend ‚zusammengewürfeltes Zeug' — heute hochgeschätzt. Sprachwandel."
    },
    "fact": "Bis ins 19. Jh. war Ratatouille ein ‚Armeleute-Essen' aus Resten — heute Sterneküche. Der Pixar-Animationsfilm von 2007 hat das Gericht weltberühmt gemacht.",
    "diff_note": "jedes Gemüse separat anbraten ist mühsam, aber technisch simpel",
    "id": "ratatouille"
  },
  "quiche-lorraine": {
    "name": "Quiche Lorraine",
    "emoji": "🥧",
    "origin": "Frankreich · Lothringen",
    "category": "europa",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/quiche-lorraine.webp",
    "tags": [
      "Frankreich",
      "Beilage zum Wein",
      "Klassiker"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "muskat",
      "speck-lorraine",
      "eier",
      "milch"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 6,
      "time_min": 70,
      "steps": [
        "Mürbteig: 250 g Mehl, 125 g kalte Butter (in Würfeln), 1 Ei, 1 TL Salz, 2 EL kaltes Wasser zu glattem Teig verarbeiten — schnell, nicht zu lange. In Folie 30 min im Kühlschrank ruhen.",
        "Teig dünn ausrollen, in geölte Tarte-Form (Ø 26 cm) drücken. Boden mit Gabel mehrmals stechen.",
        "Blind backen: Backpapier auf den Boden, mit Trockenbohnen oder Backperlen beschweren. Bei 200 °C 12 min vorbacken.",
        "Bohnen + Papier raus, weitere 5 min backen bis der Boden goldgelb.",
        "Fülle: 200 g geräucherten Speck in kleine Würfel schneiden, in der Pfanne knusprig auslassen.",
        "3 Eier mit 200 ml Sahne + 100 g Crème fraîche, einer Prise Muskat, frisch gemahlenem Pfeffer verquirlen.",
        "Speckwürfel auf den vorgebackenen Boden verteilen. Eier-Sahne-Mischung darübergießen.",
        "Bei 180 °C 30 min backen, bis die Fülle gestockt und goldgelb ist.",
        "10 min ruhen, dann lauwarm in Stücke schneiden. Klassisch mit grünem Salat."
      ],
      "tipp": "Eine ‚echte' Quiche Lorraine hat KEINEN Käse — der ist eine deutsche/schweizerische Variante (‚Quiche Vosgienne'). Französisch-puristisch: nur Speck, Ei, Sahne."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 180,
      "kcal": 480,
      "protein_g": 14,
      "carbs_g": 28,
      "fat_g": 32,
      "fiber_g": 1,
      "salt_g": 1.8
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Mürbteig-Mechanik: warum kalte Butter? Wärmeeintrag würde das Mehl verkleistern → zäher Teig. Schul-Physik im Backrohr.",
      "gw": "Lothringen (Lorraine) war zwischen 1871 und 1918 deutsches Reichsland. Französische Küche mit deutschen Einflüssen (Speck-Tradition).",
      "bu": "Mürbteig: Hauptzutaten lokal (Mehl, Butter, Ei). Klima-Footprint moderat.",
      "de": "‚Quiche' kommt vom deutschen Wort ‚Kuchen' — Beispiel für deutsch-französischen Sprachaustausch im Grenzgebiet."
    },
    "fact": "‚Quiche Lorraine' wurde im 16. Jh. erstmals erwähnt. Das Wort ‚Quiche' stammt vom deutschen ‚Kuchen' — Lothringen war damals teils deutschsprachig. Die kulturelle Mischung steht im Teig.",
    "diff_note": "Mürbteig kalt halten + blind backen — zwei Standardtechniken",
    "id": "quiche-lorraine"
  },
  "moussaka": {
    "name": "Moussaka",
    "emoji": "🍆",
    "origin": "Griechenland",
    "category": "europa",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/moussaka.webp",
    "tags": [
      "Griechenland",
      "Auflauf",
      "Sonntagsgericht"
    ],
    "ings": [
      "zimt",
      "olivenoel",
      "tomaten",
      "feta",
      "gemuese",
      "lamm",
      "zwiebel",
      "knoblauch",
      "wein",
      "mehl",
      "milch",
      "butter",
      "eier",
      "muskat",
      "kraeuter"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 6,
      "time_min": 120,
      "steps": [
        "AUBERGINEN: 3 große Auberginen in 1 cm dicke Scheiben, salzen, 30 min ziehen. Abtupfen. In Olivenöl rundum braten, auf Küchenpapier abtropfen.",
        "FLEISCHRAGOUT: 500 g Lammhack mit 2 fein gehackten Zwiebeln + 2 Knoblauchzehen 10 min anbraten.",
        "150 ml Rotwein zugeben, einkochen.",
        "400 g Tomaten (Dose), 1 EL Tomatenmark, 1 Zimtstange, 2 Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer. 40 min köcheln, bis dick.",
        "Zimtstange und Lorbeer entfernen.",
        "BÉCHAMEL: 60 g Butter mit 60 g Mehl 2 min schwitzen — Mehl darf NICHT bräunen.",
        "750 ml warme Milch in kleinen Mengen zugießen, glatt rühren. 10 min köcheln, mit Salz, Muskat würzen.",
        "Vom Herd, 2 Eigelb unterrühren — Béchamel wird gold-cremig.",
        "AUFBAU im Auflauf (30×20 cm): Aubergine-Schicht, Fleisch-Schicht, Aubergine-Schicht, Béchamel-Schicht, mit 100 g geriebenem Feta bestreuen.",
        "Bei 180 °C 45 min backen, bis goldbraun. 20 min ruhen — sonst läuft beim Schneiden alles auseinander."
      ],
      "tipp": "Die Ruhezeit nach dem Backen ist heilig. Eine Moussaka direkt nach dem Ofen schneiden zu wollen ist ein Anfängerfehler — sie braucht Zeit zum Setzen."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 380,
      "kcal": 580,
      "protein_g": 28,
      "carbs_g": 28,
      "fat_g": 38,
      "fiber_g": 6,
      "salt_g": 2.2
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Béchamel als Mutter-Sauce der französischen Küche. Mehl-Butter-Roux als Bindetechnik.",
      "gw": "Moussaka gibt es von Griechenland über die Türkei bis zum Balkan — kulinarisches Erbe des Osmanischen Reichs. Eine Küche, viele Nationen.",
      "bu": "Lamm hat hohen Klima-Footprint. Diskussion: Festtagsgericht oder Alltagsessen?",
      "de": "‚Moussaka' kommt vom arabischen ‚musaqqa'a' = ‚gekühlt' — wurde traditionell auch kalt gegessen. Sprachwege durch die Mittelmeer-Geschichte."
    },
    "fact": "Die heutige Moussaka mit Béchamel ist eine Erfindung des griechischen Kochs Nikolaos Tselementes (1878–1958), der die griechische Küche im 1920er-Jahre nach französischen Vorbildern modernisierte. Vor ihm gab's Moussaka ohne die weiße Sauce.",
    "diff_note": "drei Komponenten (Aubergine, Ragout, Béchamel) + langes Backen — Marathon",
    "id": "moussaka"
  },
  "kanelbulle": {
    "name": "Kanelbulle (Zimtschnecke)",
    "emoji": "🥮",
    "origin": "Schweden",
    "category": "europa",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/kanelbulle.webp",
    "tags": [
      "Schweden",
      "Fika",
      "Welthandel"
    ],
    "ings": [
      "zimt",
      "kardamom",
      "rohrzucker",
      "mehl",
      "hefe",
      "milch",
      "butter",
      "eier"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 16,
      "time_min": 150,
      "steps": [
        "Vorteig: 25 g frische Hefe in 300 ml lauwarmer Milch auflösen.",
        "Hauptteig: 600 g Mehl + 80 g Zucker + 1 TL Salz + 1 TL gemahlener Kardamom + Milch-Hefe-Mix + 1 Ei + 100 g weiche Butter zu glattem Teig kneten. 10 min.",
        "1 h bei warmer Raumtemperatur gehen lassen — Volumen verdoppelt sich.",
        "Fülle: 100 g sehr weiche Butter mit 100 g braunem Zucker + 3 EL Zimt (Ceylon!) verrühren.",
        "Teig zu Rechteck 40×50 cm ausrollen, Fülle gleichmäßig aufstreichen.",
        "Von der langen Seite eng aufrollen — wie Strudel. Mit scharfem Messer 16 gleich dicke Scheiben schneiden.",
        "Scheiben auf gefettetes Blech setzen, abgedeckt 45 min nachgehen lassen.",
        "Mit verquirltem Ei bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen.",
        "Bei 220 °C 10–12 min backen — sie sollen goldbraun, aber innen noch saftig sein.",
        "Sofort essen — oder mit Tee am ‚Kanelbullens dag' (4. Oktober) feiern."
      ],
      "tipp": "Kardamom ist die Geheimwaffe — er macht den Unterschied zwischen ‚schwedisch' und ‚nur Zimtschnecke'. Nicht weglassen!"
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 80,
      "kcal": 310,
      "protein_g": 5,
      "carbs_g": 42,
      "fat_g": 13,
      "fiber_g": 2,
      "salt_g": 0.4
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Hefeteig + Touren-Technik — verstehen, wie Gluten und Hefe zusammenarbeiten.",
      "gw": "Zimt aus Sri Lanka, Kardamom aus Guatemala — eine schwedische Kaffepause mit Weltreise.",
      "bu": "Kardamom ist nach Safran das teuerste Gewürz. Was bedeutet ‚nachhaltig produziertes Gewürz' wirklich?",
      "de": "‚Kanelbulle' (sing.) — ‚Kanelbullar' (plur.). Schwedisch unterscheidet zwischen Käse-Brötchen-Plural ohne ‚-s' wie im Deutschen."
    },
    "fact": "In Schweden gibt's seit 1999 den ‚Kanelbullens dag' am 4. Oktober — ein Feiertag für die Zimtschnecke. Die Heimbäcker-Industrie war damals besorgt, dass jüngere Schweden weniger backen. Heute werden zu diesem Tag mehrere Millionen Kanelbullar verkauft.",
    "diff_note": "Hefeteig braucht Zeit, Wickel-Schneide-Technik ist easy",
    "id": "kanelbulle"
  },
  "pierogi-ruskie": {
    "name": "Pierogi Ruskie (Teigtaschen)",
    "emoji": "🥟",
    "origin": "Polen",
    "category": "europa",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/pierogi-ruskie.webp",
    "tags": [
      "Polen",
      "Teigtaschen",
      "Comfort Food"
    ],
    "ings": [
      "pfeffer",
      "schmand",
      "mehl",
      "eier",
      "kartoffel",
      "topfen",
      "zwiebel",
      "butter",
      "milch",
      "kraeuter"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 90,
      "steps": [
        "Teig: 400 g Mehl + 1 Ei + 1 TL Salz + ca. 200 ml lauwarmes Wasser zu glattem, weichem Teig verkneten. 30 min ruhen.",
        "Fülle: 400 g mehlige Erdäpfel weichkochen, schälen, durchpressen. Mit 200 g Magertopfen + 1 fein gehackter und in Butter glasiger Zwiebel + Salz + Pfeffer mischen.",
        "Teig hauchdünn ausrollen (2 mm), Kreise mit Glas (Ø 8 cm) ausstechen.",
        "Auf jeden Kreis 1 TL Fülle, zu Halbmond zusammenklappen, Rand fest andrücken — wie Kärntner Kasnudeln.",
        "In siedendem Salzwasser 4–5 min ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche kommen.",
        "TOPPING: 2 große Zwiebeln in feine Ringe, in 50 g Butter goldbraun rösten.",
        "Pierogi auf Tellern anrichten, mit den Röstzwiebeln + 2 EL Sahne pro Portion krönen. Mit Schnittlauch bestreuen."
      ],
      "tipp": "‚Ruskie' bedeutet NICHT ‚russisch' — sondern bezieht sich auf die historische ‚Ruthenien' (heute Westukraine). Polnisches Klassik-Gericht!"
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 320,
      "kcal": 420,
      "protein_g": 16,
      "carbs_g": 60,
      "fat_g": 12,
      "fiber_g": 4,
      "salt_g": 1.8
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Teigtaschen-Familie: Maultaschen (DE), Kasnudeln (AT), Pierogi (PL), Ravioli (IT). Diskussion: warum gibt es DIESE Form so verbreitet?",
      "gw": "Polen + Westukraine — Grenzland-Küche. Historische Region ‚Galizien' (1772–1918 österreichisch). Wie Politik die Küche prägt.",
      "bu": "Hauptzutaten lokal: Erdäpfel, Topfen, Zwiebel. Klima-Footprint sehr niedrig — vegetarische Variante.",
      "de": "‚Pierogi' = Pluralform, Singular ist ‚pierog'. Im Deutschen oft falsch verwendet (‚ein Pierogi'). Sprachgebrauch in der Migration."
    },
    "fact": "Pierogi sind nicht ‚russisch'! Der Name ‚Ruskie' bezieht sich auf die Kiewer Rus' — eine slawische Hochkultur des 9.–13. Jh. Heute ist es das polnische Nationalgericht. Streit über das ‚richtige' Rezept tobt zwischen Polen und Ukraine bis heute.",
    "diff_note": "Teigtaschen formen wie Kasnudeln — Geduld und ein flaches Werkzeug",
    "id": "pierogi-ruskie"
  },
  "gulasch": {
    "name": "Ungarisches Gulasch (Gulyás)",
    "emoji": "🍲",
    "origin": "Ungarn",
    "category": "europa",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/gulasch.webp",
    "tags": [
      "Ungarn",
      "Eintopf",
      "Paprika"
    ],
    "ings": [
      "paprika",
      "kuemmel",
      "tomaten",
      "rind-ungarn",
      "zwiebel",
      "butter",
      "knoblauch",
      "kartoffel",
      "wurzelgemuese",
      "gemuese",
      "kraeuter"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 6,
      "time_min": 150,
      "steps": [
        "1,2 kg Rindfleisch (Wadschunken oder Schulter) in 3 cm Würfel schneiden.",
        "500 g Zwiebeln fein hacken — fast so viel Zwiebel wie Fleisch! Das ist der Schlüssel.",
        "In großem Topf 3 EL Schweineschmalz erhitzen. Zwiebeln 20 min bei kleiner Hitze goldbraun schmoren — Geduld!",
        "Vom Herd nehmen, 3 EL süßes Paprikapulver + 1 TL scharfes Paprikapulver einrühren — NIE über Hitze, sonst wird's bitter.",
        "1 TL gemahlener Kümmel, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, Salz.",
        "Fleisch zugeben, gut umrühren, bis es ringsum Farbe nimmt. Nur SO VIEL Wasser angießen, dass das Fleisch eben bedeckt ist.",
        "Mit 1 Lorbeerblatt 2 h bei kleiner Hitze schmoren. Nicht zu früh würzen — Fleisch ist sonst zäh.",
        "Letzte 30 min: 4 Erdäpfel + 2 Karotten + 1 rote Paprika in Stücke, alles mitkochen.",
        "Abschmecken — Konsistenz: zwischen Eintopf und Sauce. Mit frischem Brot servieren."
      ],
      "tipp": "Original-Gulasch hat KEINE Mehlschwitze. Die Bindung kommt allein von den Zwiebeln, die im Schmoren zu Pulpe zerfallen. Geduld ist der Geheimcode."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 420,
      "kcal": 520,
      "protein_g": 38,
      "carbs_g": 28,
      "fat_g": 28,
      "fiber_g": 5,
      "salt_g": 2.4
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Zwiebel als ‚Saucenbinder' — Pektine und Mucilage geben die Konsistenz. Praktische Lebensmittelchemie.",
      "gw": "Paprika kam erst 1492 aus Amerika — und wurde in Ungarn (Szegedin, Kalocsa) zur Welt-Spitzensorte gezüchtet. Das ‚typisch ungarische' Gulasch ist erst 300 Jahre alt.",
      "bu": "Rindfleisch hoch im Klima-Footprint. Im Vergleich Kärntner Kasnudeln (vegetarisch): Faktor 8.",
      "de": "‚Gulasch' (DE) = ‚Gulyás' (HU) = ‚Pörkölt' (Variation ohne Erdäpfel). Wortfamilie um das ungarische Original."
    },
    "fact": "Das ungarische Original ‚Gulyás' ist eine SUPPE — was wir in Mitteleuropa als Gulasch kennen (sämig, kurz), heißt in Ungarn ‚Pörkölt'. Echtes Wiener Saftgulasch wäre für Ungarn ein Sub-Variante.",
    "diff_note": "Zwiebeln 20 min karamellisieren — wer das aushält, schafft alles",
    "id": "gulasch"
  },
  "gemuese-curry": {
    "name": "Gemüse-Curry mit Reis",
    "emoji": "🍛",
    "origin": "Indien · Süden",
    "category": "exotisch",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/gemuese-curry.webp",
    "tags": [
      "Indien",
      "Vegetarisch",
      "Würzige Vielfalt"
    ],
    "ings": [
      "reis",
      "kurkuma",
      "ingwer",
      "kokos",
      "chili",
      "koriander",
      "kumin",
      "zwiebel",
      "knoblauch",
      "wurzelgemuese",
      "gemuese",
      "kartoffel",
      "tomaten",
      "olivenoel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 50,
      "steps": [
        "REIS: 300 g Basmati-Reis in kaltem Wasser solange spülen, bis das Wasser klar ist. Mit 600 ml Wasser + 1 TL Salz aufsetzen, aufkochen, dann zugedeckt bei kleinster Hitze 12 min ziehen lassen. Vom Herd, weitere 5 min zugedeckt ruhen.",
        "GEWÜRZBASIS: 3 EL Öl in großem Topf erhitzen. 1 TL Kreuzkümmelsamen 30 sec rösten, bis sie duften.",
        "2 fein gehackte Zwiebeln + 3 zerdrückte Knoblauchzehen + 1 EL geriebener Ingwer zugeben, 5 min braten.",
        "1 TL Kurkuma + 1 TL Korianderpulver + ½ TL Chilipulver + 1 TL Garam Masala einrühren, 1 min mitrösten — Gewürze brauchen Fett.",
        "2 gehackte Tomaten, 1 EL Tomatenmark einrühren, 5 min einkochen — die Sauce wird zu einer Paste.",
        "GEMÜSE: 400 g gemischtes Gemüse (Blumenkohlröschen, Karottenwürfel, Erdäpfelwürfel) zugeben. Mit 400 ml Kokosmilch + 200 ml Wasser aufgießen.",
        "20 min bei kleiner Hitze köcheln, bis das Gemüse bissfest ist. Letzte 5 min: 150 g Erbsen unterheben.",
        "Mit Salz abschmecken, mit frischem Koriander bestreuen. Über dem Reis servieren."
      ],
      "tipp": "Gewürze IMMER kurz in Fett mitbraten — sonst entfalten sie nicht ihr volles Aroma. Garam Masala (Mischung aus Zimt, Kardamom, Nelke, Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriander) kannst du fertig kaufen oder selbst mischen."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 480,
      "kcal": 560,
      "protein_g": 14,
      "carbs_g": 88,
      "fat_g": 18,
      "fiber_g": 10,
      "salt_g": 1.6
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Gewürze ‚temperieren' (bei Hitze rösten) — warum? Ätherische Öle werden fettlöslich. Schul-Physik in der Pfanne.",
      "gw": "Curry ist KEIN einzelnes Gewürz — jede Familie mischt eigenes. Diskussion: was bedeutet ‚authentisch' bei Welt-Küchen?",
      "bu": "Vegetarisches Curry hat sehr niedrige Klimabilanz — Kokosmilch und Gewürze reisen aber weit. Wie hoch ist der Transport-Anteil?",
      "de": "‚Curry' ist ein englisches Wort aus dem Tamil-Wort ‚kari' (= ‚Sauce'). Kolonialgeschichte in der Küchensprache."
    },
    "fact": "Das Wort ‚Curry' entstand in der britischen Kolonialzeit als Sammelbegriff für viele unterschiedliche indische Eintöpfe. In Indien selbst sagt man nicht ‚Curry' — sondern den jeweiligen Namen (Sambar, Korma, Dal, Vindaloo …).",
    "diff_note": "Gewürze in richtiger Reihenfolge in Fett rösten — sonst Bitterkeit",
    "id": "gemuese-curry"
  },
  "sushi-maki": {
    "name": "Sushi-Maki",
    "emoji": "🍣",
    "origin": "Japan",
    "category": "exotisch",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/sushi-maki.webp",
    "tags": [
      "Japan",
      "Streetfood-Klassiker",
      "Welthandel"
    ],
    "ings": [
      "reis",
      "nori",
      "soja",
      "wasabi",
      "sesam",
      "avocado",
      "essig",
      "gemuese",
      "wurzelgemuese"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 60,
      "steps": [
        "REIS (das Wichtigste!): 300 g Sushi-Reis (Rundkornreis, japanischer Typ) 5× in kaltem Wasser waschen, bis es klar ist.",
        "Mit 350 ml Wasser aufsetzen, aufkochen, dann 12 min zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln. Vom Herd, 10 min zugedeckt ruhen.",
        "Würzmittel: 50 ml Reisessig + 2 EL Zucker + 1 TL Salz auf 40 °C erwärmen, bis Zucker aufgelöst.",
        "Reis in flache Holzschüssel (Hangiri) oder Glasschüssel umfüllen. Würzmittel mit Holzlöffel locker einarbeiten — NICHT rühren! Mit Fächer kühlen — der Reis soll glänzen.",
        "VORBEREITUNG: 1 Avocado in lange Streifen, ½ Gurke in lange Streifen, 1 Karotte in lange dünne Streifen schneiden.",
        "ROLLEN: 1 Noriblatt mit glänzender Seite nach unten auf Bambusmatte legen. Hände in Essigwasser tauchen (klebt sonst).",
        "Eine 1 cm dicke Reisschicht aufbringen — am oberen Rand 2 cm frei lassen.",
        "Avocado, Gurke und Karotte in einer Linie quer auf die Reisschicht legen. 1 dünner Strich Wasabi auf das Gemüse.",
        "Mit der Bambusmatte fest aufrollen. Der freie Nori-Rand klebt durch die Reisstärke.",
        "Mit sehr scharfem Messer (befeuchtet) in 8 Stücke schneiden. Mit Sojasauce, eingelegtem Ingwer, Sesam serviert."
      ],
      "tipp": "Sushi-Reis: Rundkorn ist Pflicht. Mit Basmati funktioniert es NICHT — der Reis muss klebrig sein. Das ist der wichtigste Punkt."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 280,
      "kcal": 380,
      "protein_g": 8,
      "carbs_g": 65,
      "fat_g": 9,
      "fiber_g": 5,
      "salt_g": 2.4
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Reissorten: Rundkorn (Sushi, Risotto) vs. Langkorn (Basmati). Klebrigkeit kommt von Amylopektin. Lebensmittelwissenschaft.",
      "gw": "Reis aus Japan, Nori aus Japan/Korea, Avocado aus Mexiko, Sesam aus Indien/Sudan. EINE Sushi-Rolle = 4 Kontinente. Lange Welthandelsrouten.",
      "bu": "Avocado-Anbau in Mexiko: hoher Wasserverbrauch (60 L pro Frucht), Abholzungs-Problem. Diskussion: wie ‚nachhaltig' ist Sushi wirklich?",
      "de": "‚Sushi' bedeutet ursprünglich ‚gesäuerter Reis' — der Fisch ist Beilage. Falsche Wortbedeutung im Deutschen."
    },
    "fact": "Sushi war ursprünglich KONSERVE — der Fisch wurde in fermentierten Reis eingelegt, der Reis weggeworfen. Erst im 19. Jh. in Tokio wurde das schnelle ‚Edomae-Sushi' erfunden, das wir heute kennen. Sushi mit Avocado (z. B. California Roll) ist eine US-amerikanische Erfindung aus den 1970ern.",
    "diff_note": "Sushi-Reis-Konsistenz + Bambusmatten-Rollen sind reines Übungswerk",
    "id": "sushi-maki"
  },
  "pad-thai": {
    "name": "Pad Thai",
    "emoji": "🍜",
    "origin": "Thailand",
    "category": "exotisch",
    "diff": "Schwer",
    "imagePath": "assets/img/dishes/pad-thai.webp",
    "tags": [
      "Thailand",
      "Streetfood",
      "Süß-Sauer-Salzig"
    ],
    "ings": [
      "reisnudeln",
      "erdnuss",
      "chili",
      "limette",
      "fischsauce",
      "tamarinde",
      "soja",
      "eier",
      "zwiebel",
      "knoblauch",
      "rohrzucker",
      "olivenoel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 30,
      "steps": [
        "200 g Reisnudeln (Bandnudeln, 5 mm breit) 30 min in lauwarmem Wasser einweichen. Bissfest belassen — fertig wird sie in der Pfanne.",
        "SAUCE: 3 EL Tamarindenpaste + 3 EL Palmzucker + 3 EL Fischsauce verrühren. Diese Sauce ist der Pad-Thai-Charakter: süß-sauer-salzig.",
        "200 g fester Tofu in 1 cm Würfel, 2 Knoblauchzehen + 2 Schalotten fein hacken, 2 Frühlingszwiebeln in 3 cm Stücke.",
        "Wok HEISS werden lassen — Pad Thai funktioniert nur bei sehr hoher Hitze.",
        "3 EL Öl rein, Knoblauch + Schalotten 30 sec — duften lassen, NICHT verbrennen.",
        "Tofu zugeben, 2 min braten bis goldgelb. An den Rand schieben.",
        "In die freie Mitte 2 Eier schlagen, sofort verrühren — Rührei innerhalb von 30 sec fertig.",
        "Eingeweichte und abgetropfte Nudeln rein, alles vermengen.",
        "Sauce angießen, schnell mit Stäbchen alle Nudeln benetzen — das ist Pad-Thai-Akrobatik.",
        "Letzte 30 sec: 150 g Sojasprossen + Frühlingszwiebeln + 50 g grob gehackte Erdnüsse + 1 TL Chiliflocken.",
        "Auf Tellern mit Limettenspalte, frischem Koriander und extra Erdnüssen servieren."
      ],
      "tipp": "Pad Thai funktioniert nur mit SEHR heißem Wok + portionsweise kochen (max 2 Portionen gleichzeitig). Bei zu viel Inhalt sinkt die Temperatur, Nudeln werden matschig."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 380,
      "kcal": 590,
      "protein_g": 22,
      "carbs_g": 78,
      "fat_g": 22,
      "fiber_g": 6,
      "salt_g": 3.8
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Süß-sauer-salzig — Geschmacks-Balancing. Maillard im Wok bei 200 °C+. Praktische Hochleistungs-Küchenphysik.",
      "gw": "Pad Thai wurde 1939 vom thailändischen Premier Phibunsongkhram als NATIONAL-Gericht ‚verordnet' — um Reisnudeln zu fördern. Wie ‚erfundene Traditionen' funktionieren.",
      "bu": "Tamarinde aus Afrika/Indien, Erdnüsse aus China/Indien, Fischsauce aus Vietnam. Pad Thai ist global, obwohl es ‚typisch thai' wirkt.",
      "de": "‚Pad' = gebraten, ‚Thai' = thailändisch. Wortbildung im Thai. Wie nennen wir gebratene Speisen auf Deutsch?"
    },
    "fact": "Pad Thai ist erst seit 1939 ‚thailändisch'. Premierminister Phibunsongkhram wollte die Reisernte besser nutzen und kreierte ein Nationalgericht aus Reisnudeln. Vorher war Thailand eher ein Reis-Land — nicht Reisnudel-Land.",
    "diff_note": "Wok auf maximal heiß + Timing in Sekunden — Akrobatik in der Küche",
    "id": "pad-thai"
  },
  "falafel-hummus": {
    "name": "Falafel mit Hummus",
    "emoji": "🧆",
    "origin": "Naher Osten · Levante",
    "category": "exotisch",
    "diff": "Mittel",
    "imagePath": "assets/img/dishes/falafel-hummus.webp",
    "tags": [
      "Naher Osten",
      "Vegetarisch",
      "Streetfood"
    ],
    "ings": [
      "kichererbsen",
      "sesam",
      "kumin",
      "koriander",
      "olivenoel",
      "zitrone",
      "knoblauch",
      "zwiebel",
      "kraeuter",
      "paprika"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 1500,
      "steps": [
        "EINWEICHEN (am Vortag!): 250 g getrocknete Kichererbsen 12 h in viel kaltem Wasser einweichen. NIEMALS Dosen-Kichererbsen — Falafel zerfällt damit!",
        "Abgießen, gut abtropfen.",
        "FALAFEL-PASTE: Kichererbsen mit 1 großen Zwiebel + 4 Knoblauchzehen + 1 großem Bund Petersilie + ½ Bund Koriandergrün + 2 TL Kreuzkümmel + 1 TL Korianderpulver + 1 TL Salz fein im Cutter zerkleinern.",
        "1 TL Backpulver + 2 EL Mehl unterheben — macht innen luftig.",
        "Aus der Masse 16 walnussgroße Bällchen formen (oder mit Falafel-Form pressen). 15 min im Kühlschrank ruhen.",
        "FRITTIEREN: Öl auf 170 °C erhitzen. Falafel in 2 Portionen 4–5 min frittieren, bis sie tiefbraun und außen knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen.",
        "HUMMUS: 1 Dose Kichererbsen (eingelegt) abgespült, mit 3 EL Tahini, 2 EL Zitronensaft, 1 Knoblauchzehe, 4 EL Olivenöl, ½ TL Kumin, 1 TL Salz, 4–6 EL Eiswasser zu cremiger Paste mixen — 4 min lang!",
        "Hummus in Schüssel anrichten, Vertiefung mit Olivenöl + Paprikapulver füllen.",
        "Falafel mit warmem Fladenbrot, Hummus, Tahini-Sauce, gehackten Tomaten/Gurken und Petersilie servieren."
      ],
      "tipp": "Eiswasser im Hummus macht ihn extra cremig — Profi-Trick. Dauert beim Mixen, aber das Ergebnis ist seidig."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 380,
      "kcal": 620,
      "protein_g": 22,
      "carbs_g": 65,
      "fat_g": 32,
      "fiber_g": 14,
      "salt_g": 2.8
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Hülsenfrüchte einweichen: enzymatischer Abbau von Phytinsäure → Mineralien werden besser verfügbar. Vegetarische Vollwert-Quelle.",
      "gw": "Wer hat Falafel ‚erfunden'? Israel? Libanon? Palästina? Ägypten? Diskussion: ‚Food Diplomacy' und kulturelle Aneignung.",
      "bu": "Kichererbsen-Anbau in trockenen Regionen (Indien, Türkei, Naher Osten) — niedriger Wasserverbrauch. Eiweißalternative zu Fleisch.",
      "de": "‚Hummus' = arabisches Wort für ‚Kichererbse'. Die Sauce wäre korrekt ‚Hummus bi tahini'."
    },
    "fact": "Über die ‚Erfindung' von Hummus streiten Israel und Libanon offiziell. Libanon ließ 2008 das Gericht beim Guinness-Buch-der-Rekorde mit 4.500 kg Hummus eintragen — Israel konterte 2009 mit 4.090 kg, Libanon wieder mit 10.450 kg. Politische Komödie um eine Sauce.",
    "diff_note": "Kichererbsen 12 h einweichen (Pflicht!) + Frittieren bei 170 °C",
    "id": "falafel-hummus"
  },
  "guacamole-tortillas": {
    "name": "Guacamole mit Mais-Tortillas",
    "emoji": "🥑",
    "origin": "Mexiko",
    "category": "exotisch",
    "diff": "Leicht",
    "imagePath": "assets/img/dishes/guacamole-tortillas.webp",
    "tags": [
      "Mexiko",
      "Frisch",
      "Streetfood"
    ],
    "ings": [
      "avocado",
      "limette",
      "mais",
      "koriander",
      "chili",
      "zwiebel",
      "knoblauch",
      "tomaten",
      "olivenoel"
    ],
    "pantry": [],
    "recipe": {
      "portions": 4,
      "time_min": 30,
      "steps": [
        "GUACAMOLE: 3 reife Avocados halbieren, Kern entfernen, Fruchtfleisch in eine Schüssel löffeln.",
        "Sofort mit dem Saft von 1 Limette beträufeln — verhindert das Braunwerden.",
        "Mit Gabel grob zerdrücken — NICHT pürieren! Guacamole soll stückig sein.",
        "½ kleine rote Zwiebel sehr fein hacken, 1 Knoblauchzehe pressen, 1 reife Tomate (Kerne entfernt) in 5 mm Würfel, 1 grob gehacktes Bund Koriandergrün, 1 fein gehackter Chili (entkernt für mild).",
        "Alles unter die Avocado-Masse heben. Mit 1 TL Salz, etwas Limettensaft abschmecken.",
        "TORTILLAS: 200 g Masa-Harina (Mais-Mehl) + 1 Prise Salz + 250 ml warmes Wasser zu einem geschmeidigen Teig kneten. 10 min ruhen.",
        "8 Bällchen formen. Jedes zwischen 2 Folien zu einer dünnen Scheibe (Ø 15 cm) drücken — mit Hand oder mit Tortilla-Presse.",
        "Trockene Pfanne auf hoher Hitze. Tortilla einlegen, 30 sec, wenden, weitere 60 sec — Bläschen werfen ist erwünscht.",
        "Tortillas in einem Tuch warm halten. Mit Guacamole frisch servieren."
      ],
      "tipp": "Avocados müssen REIF sein — am Stielansatz drücken: gibt es leicht nach, ist sie reif. Hart = zu früh. Sehr weich = überreif."
    },
    "nutrition": {
      "portion_g": 320,
      "kcal": 480,
      "protein_g": 8,
      "carbs_g": 50,
      "fat_g": 28,
      "fiber_g": 14,
      "salt_g": 1.4
    },
    "lehrplan": {
      "eh": "Avocados oxidieren — warum hilft Limettensaft? Vitamin C als Antioxidans. Schul-Chemie ganz konkret.",
      "gw": "Mais kam vor 9000 Jahren aus Südmexiko. Diskussion: Welche Lebensmittel sind ‚aus Amerika' — und wie sah Europa-Küche vorher aus?",
      "bu": "Avocado-Anbau in Mexiko: Abholzungs- und Wasser-Problem. Diskussion: Lokale Alternative? In Spanien gibt's mittlerweile Avocado-Plantagen.",
      "de": "‚Guacamole' = aztekisch ‚ahuacatl' (Avocado) + ‚molli' (Sauce). Wortgeschichte der Welt-Küche."
    },
    "fact": "‚Avocado' kommt vom aztekischen ‚ahuacatl' — was ‚Hoden' bedeutet. Die Form gab's den Namen. Die spanischen Eroberer machten ‚aguacate' draus, daraus ‚Avocado'.",
    "diff_note": "Avocado zerdrücken + Tortillas in der trockenen Pfanne backen — beides simpel",
    "id": "guacamole-tortillas"
  }
}
