Geografie und wirtschaftliche Bildung · Sek I
Du drückst den Licht-Schalter. Das Licht geht an.
Auch mitten in der Nacht. Wie geht das?


Ein Apfel liegt im Keller.
Er wartet dort, bis du ihn isst.
Strom kann das nicht.
Strom muss man genau dann machen, wenn man ihn braucht.
Alle Kraftwerke und alle Geräte hängen an einem großen Netz.
Das Netz hat einen Takt: 50-mal in der Sekunde.
Man sagt: 50 Hertz.
Gibt es zu wenig Strom, wird der Takt langsamer.
Gibt es zu viel Strom, wird der Takt schneller.
Beides ist gefährlich für das Netz.

Strom kommt aus Kraft-Werken.
Es gibt viele Arten von Kraft-Werken.
In Österreich kommt der meiste Strom aus Wasser-Kraft.
Von 100 Teilen Strom kommen ungefähr 60 Teile aus Wasser-Kraft.
Dazu kommen Sonne, Wind und Bio-Masse.
In Deutschland ist der Wind am wichtigsten.
In der Schweiz ist es wie in Österreich: das Wasser.
Die Mischung nennt man: den Strom-Mix.
assets/img/buch/energiemanager/strommix-wasserkraft.jpgSolar-Anlagen brauchen Sonne.
Wind-Räder brauchen Wind.
Das Wetter bestimmt also: Wie viel Strom gibt es heute?
Zu Mittag scheint die Sonne am stärksten.
Dann gibt es viel Solar-Strom.
Aber am Abend brauchen die Menschen den meisten Strom.
Dann ist die Sonne schon weg.
Manchmal gibt es tagelang keine Sonne und keinen Wind.
Das nennt man: Dunkel-Flaute.
Dann sind Speicher besonders wichtig.

Wie speichert man Strom?
Ein Trick: Man macht aus Strom Höhe.
Mit dem übrigen Strom pumpt man Wasser auf den Berg.
Dort wartet das Wasser in einem See.
Braucht man wieder Strom, lässt man das Wasser hinunter.
Unten treibt es eine Turbine an.
Die Turbine macht wieder Strom.
Ein Teil der Energie geht dabei verloren.
Du gibst 100 Teile Strom hinein.
Ungefähr 75 bis 80 Teile bekommst du zurück.
Das ist trotzdem sehr gut.

Manche Geräte laufen immer.
Zum Beispiel: Kühl-Schrank, Krankenhaus, Ampeln.
Dieser Strom-Bedarf heißt: Grund-Last.
Am Abend brauchen alle viel Strom auf einmal.
Das heißt: Spitzen-Last.
Fällt der Strom in einem großen Gebiet lange aus,
nennt man das: Blackout.
Dann geht fast nichts mehr:
kein Licht, keine Heizung, kein Handy-Netz, keine Kassa im Geschäft.
Darum soll jede Familie einen Vorrat haben:
Wasser, haltbares Essen, Kerzen, Taschen-Lampe, Radio mit Batterien.

Alle Zahlen in diesem Heft sind echt.
Sie kommen von Ämtern, Netz-Betreibern und Kraftwerks-Firmen.
Hier stehen die Quellen:
[1] E-Control: Marktbericht / Pressemappe „Strommix 2024" (April 2025) –
e-control.at ·
ORF: Rekord an Abdeckung durch Erneuerbare –
orf.at
[2] Statistisches Bundesamt: Stromerzeugung 2024 – 59,4 % aus erneuerbaren Energieträgern –
destatis.de
[3] Bundesamt für Energie (CH): Schweizer Elektrizitätsbilanz 2024 –
energeiaplus.com
[4] Austrian Power Grid: Frequenzabfall im europäischen Stromnetz am 8.1.2021 –
apg.at
[5] Bundesnetzagentur: Untersuchung zu Strompreisspitzen während Dunkelflauten 2024 –
bundesnetzagentur.de ·
ZDF: Dunkelflaute lässt Strompreise explodieren –
zdf.de
[6] illwerke vkw: Kopswerk II –
illwerkevkw.at
[7] illwerke vkw: Obervermuntwerk II –
illwerkevkw.at
[8] illwerke vkw: Projekt Lünerseewerk II –
luenerseewerk2.at ·
ORF Vorarlberg: Illwerke planen größtes Wasserkraftwerk Österreichs –
vorarlberg.orf.at
[9] Verivox: Pumpspeicherkraftwerk – Funktionsweise und Wirkungsgrad –
verivox.de
[10] Stromliste (Datenbasis Statistik Austria): Durchschnittlicher Stromverbrauch im Haushalt –
stromliste.at ·
Statistik Austria: Energieeinsatz der Haushalte –
statistik.at
[11] Bundesheer: „Blackout und dann?" – Ratgeber für die Eigenvorsorge –
bmlv.gv.at ·
Zivilschutz Österreich: Ratgeber Blackout –
zivilschutz.at